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Dr. Thomas Wagner - 22. Juni 2011
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Informationsvermittlung und -verarbeitung ist in unserem Geschäft (fast) alles. Davon kann ich als Dieselmotoren-Projektleiter ein Lied singen. Da kommt übers Jahr schon so einiges an Mails und Meetings zusammen. Immer wieder dienstags trifft sich mein Entwicklungsteam. Regelmäßig dabei: Ulf Schöpfer, seines Zeichens Future Product Quality Manager. Der Kollege von der Qualitätsorganisation interessiert sich für die Ergebnisse unserer Höhen-Versuchsfahrten genauso wie für die Simulationsgüte einer neuen HiL-Software-Variante. Gemeinsam besprechen wir die Dauerlaufdaten vom Prüfstand oder wie kürzlich die Optimierungsmaßnahmen zur Schallisolation beim 1.7 CDTI.
Umgekehrt profitieren wir von der Rückmeldung aus dem Feld. Ulf Schöpfer lässt uns beispielsweise wissen, welche Fehlercodes wo in Europa unter welchen Fahrbedingungen aus den Motorsteuergeräten ausgelesen wurden. Standardmäßig abgelegte Zusatzinformationen zu Geschwindigkeit, Drehzahl, Last, Außentemperatur, Luftdruck usw. sind für uns Gold wert. Auch aus ersetzten Teilen, die wir mit den Lieferanten untersuchen, können wir bezüglich aktueller Projekte wertvolle Schlüsse ziehen.
Die Qualitätsorganisation versorgt uns darüber hinaus mit Risikoabschätzungen im Hinblick auf neue Technologien. Daraufhin entwickeln wir gemeinsam Strategien (Komponenten- und Softwareanpassung), um potenzielle Fehlerquellen zu beseitigen. Eines der Schöpfer-„Werkzeuge“, ein stochastisches Verfahren namens Monte-Carlo-Simulation hat mein Lieblingsbild erschaffen. Die „Ferne Galaxie“ veranschaulicht den Einfluss der Toleranzen von Sensoren und Aktuatoren auf die Abgaszusammensetzung.












