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Hinterachse Astra GTC Klingt simpel, die Formel: Man nehme die HiPerStrut-Vorderachse aus dem Insignia OPC, passe diese an die Opel Kompaktwagen-Architektur an, addiere die Harder-Hinterachse hinzu, packe das Ganze in die Abstimmungs-Klammer aus Computer-Simulationen, Praxiserprobungen und Nürburgring-Testfahrten – fertig ist das Jubel-Trubel-Heiterkeit-Fahrwerk des Astra GTC.

Nun, im Prinzip einverstanden. Allerdings ist der Weg zum Ziel nicht ganz so einfach. Zwei tolle Achsen ergeben eben nicht zwangsläufig eine tolle Einheit. Es braucht schon eine Menge Erfahrung und Know-how, Eingebung und Gefühl im Entwicklungsteam, um die Rechnung aufgehen zu lassen.

Feder und Dämpfer Hinterachse Astra GTC Es würde den Blog-Rahmen sprengen, hier sämtliche Schritte zu nennen, die wir zu Gunsten der mess- und spürbar vorbildlichen Balance des Astra GTC unternommen haben. Mit am wichtigsten und kniffligsten war die Auslegung des hinteren Torsionsprofils. Per Variation der Blechstärken und der geometrischen Ausprägung erhöhten wir die Stabilisatorwirkung der Hinterachse, was vor allem der Agilität und auch der Traktion zu Gute kommt. Mit einem modifizierten Einschweißwinkel des U-Profils von nun 90 Grad trimmen wir die Rollsteuerung in Richtung Fahrstabilität.

Die im vorigen Beitrag beschriebene, hohe Leistungsfähigkeit der Vorderachse stellt auch an die „Hinterhand“ besondere Anforderungen. Einen signifikanten Effekt brachte die gegenüber dem Fünftürer veränderte elastokinematische Lagerung des Wattgestänges durch eine rund 50 Prozent steifere äußere Buchse.

Astra GTC auf dem Nürburgring Das ist eben ein Vorteil dieser Konstruktion, die mein Mentor Michael Harder vorangetrieben hat: Weil durch das Wattgestänge die seitliche Nachgiebigkeit der Achse gegenüber der Karosserie auf ein Minimum reduziert wird, haben wir hier eine gewisse Konstante. Auf dieser soliden Basis sind mit vertretbarem Aufwand, sprich, mit gezielten Detailveränderungen, mehr Abstimmungsvarianten darstellbar als bei konventionellen Layouts. Deshalb können wir beim GTC die Hinterachse in dem Maße passiv mitlenken lassen, wie wir das für richtig halten – ohne Kompromisse bei der Fahrstabilität.

Ich bin sicher, dass die Astra GTC-Kunden unser Setup zu schätzen wissen – nicht nur wegen des hohen Fahrspaß- und Fahrsicherheits-Potenzials. So hat etwa die vorn um 40 und hinten um 30 Millimeter breitere Spur (Referenz: Fünftürer) durchaus auch optische Reize…

Astra OPC Geschafft! Nach 492 Runden und 10.248 Kilometern haben wir den Dauerlauf durch die „Grüne Hölle“ absolviert. Aber ehrlich gesagt: Niemand freut sich besonders darüber. Viel lieber würden wir weiter fahren, so viel Spaß hat dieser Marathon mit unserem neuen Astra OPC gemacht. Manchmal stritten wir uns sogar darum, wer als nächstes durchs Brünnchen kesseln darf. Die letzte Runde war schon ein wenig emotional… Mensch und Maschine sind eine Einheit geworden und die Trennung ist auch mir als Leiter des Opel Performance Centers schwer gefallen.

Der Dauerlauf auf der Nürburgring-Nordschleife ist die härteste Prüfung, die jeder OPC hinter sich bringen muss. Es gibt keine andere Strecke, die eine so hohe Belastung für das Auto mit sich bringt. 33.943 Schalt- und 30.012 Bremsvorgänge zeugen davon. Umso wertvoller sind die dort gesammelten Erkenntnisse, die letztendlich unseren OPC-Kunden zugutekommen.

Astra OPC Mein persönliches Fazit: Keinerlei Ermüdungserscheinungen, das 280 PS-Prachtstück ist technisch fit wie vor dem Höllenritt, einfach klasse! Der Speed in den Kurven, das Einlenken, die Traktion beim Rausbeschleunigen aus engen Ecken – all das hat uns extrem überzeugt, das ist einfach Fahrspaß pur. Die Rundenzeiten werden übrigens noch nicht verraten, nur so viel: mit 250 km/h ist das der schnellste Astra aller Zeiten.

Nicht zu vergessen: Die gesamte Mannschaft hat einen tollen Job gemacht. An manchen Tagen konnten wir innerhalb des Zeitfensters über 1.000 Kilometer abspulen – und das ohne einen einzigen Kratzer. Danke, Leute.

Vorderradaufhängung des Astra GTC Wenn ich wie bei unserer Nordschleifen-Tour längs des Grenzbereichs unterwegs bin, spüre ich immer wieder, wie der Astra GTC auf der Straße „klebt“. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet die Vorderradaufhängung mit dem Hochleistungs-Federbein – High Performance Strut, kurz HiPerStrut – aus dem Insignia OPC. Wesentlicher Vorteil: Bei Lenkbewegungen dreht sich nicht das gesamte Federbein, sondern nur der Radträger. Dies wird durch einen „aufgelösten“ Achsschenkel erreicht, der aus zwei Teilen besteht: Der Yoke (Neudeutsch für „Gabel“), welcher das Federbein mit dem Querlenker verbindet und dem Radträger, der mit zwei Kugelgelenken drehbar gelagert ist. Die Verbindungslinie der beiden Kugelgelenke bildet die Lenkachse, deren Neigung und Lage ganz wesentlich die Kinematik einer Vorderachsaufhängung definieren.

Diese Konstruktion ermöglicht es unseren Konstrukteuren unter anderem, Nachlauf und Spreizung für eine optimale Fahrdynamik auszulegen. Diese Parameter sind normalerweise schon durch die Bauraumverhältnisse kaum variabel. Der größere Nachlaufwinkel und die verringerte Spreizung erlauben es den Rädern, sich beim Einlenken weiter nach innen zu neigen. Der Sturz nimmt zu, der GTC stemmt sich besser gegen die Straße ab. So kann der Astra GTC besonders in Kurven gegenüber der Konkurrenz punkten.

Martin Westenberger am Astra GTC Außerdem rückt dank des Hochleistungsfederbeins die Lenkachse näher an die Radmitte, wodurch sich der Störkrafthebelarm um ca. 45 Prozent verkürzt. Die Antriebskräfte greifen also am kürzeren Hebelarm an, sodass der Fahrer nicht mehr mit Antriebszerren im Lenkrad zu kämpfen hat. Aus sportlicher Sicht ein netter Nebeneffekt: Auch der Fahrkomfort verbessert sich, da weniger Lenkraddrehstöße auf den Fahrer einwirken.

Natürlich ließ sich die HiPerStrut nicht so einfach in den Astra GTC „verpflanzen“. Einige Modifikationen haben wir für den GTC vorgenommen. Im Vergleich zum Insignia OPC wurde die Spreizung nochmals reduziert und die Lenkungsgeometrie angepasst, wobei wir das Konzept und einzelne Komponenten übernommen haben.

Ein weiterer Vorzug der HiPerStrut-Konstruktion: Sie lässt den Reifen beim Einfedern und Lenken mehr Platz. Diese günstige Radhüllkurve erlaubt nun Räder mit bis zu 20 Zoll Durchmesser. Ideal für den sportlichen GTC.

Die Frage von Timo hat eine ebenso unangenehme wie lehrreiche Erinnerung wachgerufen, die ich den Blog-Lesern nicht vorenthalten möchte.

Startvorbereitungen – Martin Westenberger und Monteur Horst Schwinn im Test Center am Nürburgring Wie im Beitrag beschrieben, bewegen wir unsere Prototypen im Grenzbereich und manchmal ganz bewusst auch jenseits des Limits. Dabei provozieren wir bei deaktiviertem ESP mit gezielten Manövern ein Übersteuern. Dann schauen wir, wie das Auto auf natürliche Gegenmaßnahmen des Fahrers reagiert. Ein schlagartiges Abreißen der Seitenführung verbunden mit heftigem Eindrehen beispielsweise wäre inakzeptabel. Ein Rennfahrer würde solche Manöver tunlichst vermeiden, da es dem zeitoptimalen Umrunden der Strecke nicht dienlich ist.

Für uns allerdings gehört es zum Tagesgeschäft, ein ausbrechendes Heck wieder einzufangen. Ich muss aber gestehen, dass mir das einmal nicht gelungen ist. Vergangenes Jahr hatte ich einen Abflug in die Streckenbegrenzung der Doppelrechts am Hatzenbach: Ein später Nachmittag im Herbst, die Temperaturen waren niedrig. So niedrig, dass man schon fast Winterreifen fahren konnte. Es war aber durchaus noch vertretbar, mit Sommer-Pneus auszurücken – man hätte nur ans Aufwärmen denken müssen. Stattdessen habe ich unter Zeitdruck die letztmögliche Runde vor der Streckenschließung in Angriff genommen, nicht auf die Außentemperaturanzeige geschaut, mit „gewohnter“ Geschwindigkeit eingelenkt – und Rumms – so etwas verzeiht die „Grüne Hölle“ nicht. Meinem Kollegen auf dem Beifahrersitz und mir ist nichts passiert, der Prototyp war nur leicht beschädigt. Geärgert hat es mich natürlich, aber von Lebensgefahr keine Spur. An der Stelle möchte ich meinen Kollegen im Test Center danken. Ohne die Leistung von Monteuren wie Horst Schwinn, der schon seit 30 Jahren am Nürburgring für Opel arbeitet, müsste ich häufiger um meine Gesundheit fürchten.

Zur Frage von didi: Michael Harder hat das in seinem Beitrag schon beschrieben. Die Industriepool-Zeitfenster sind für uns maßgeblich. Aus dem Touristenverkehr halten wir uns komplett raus – viel zu gefährlich.

Testfahrer Martin Westenberger auf dem Nürburgring

Astra GTC auf dem Nürburgring Freut mich, dass die Nordschleifen-Tour mit dem neuen Astra GTC auf so viel Gegenliebe stieß. Solche direkten Rückmeldungen hat man ja im „normalen“ Testalltag kaum. Ab und zu wird „Fritz“ neben mir festgeschnallt. Das ist ein 75 Kilogramm schwerer torsoförmiger Wassertornister, der die Beifahrermasse repräsentiert. Bis auf einige Gluckergeräusche verhält der sich vollkommen ruhig und zeigt sich stets absolut nordschleifenfest.

Übrigens: Rundenzeiten sind bei unseren Industriepool-Testfahrten quasi irrelevant – selbst mit einem so sportlichen Kandidaten wie dem GTC. Natürlich macht es Spaß, auf dem Nürburgring die Limits auszuloten. Und natürlich registriere ich mit Genugtuung, dass die stärker motorisierten Boliden anderer Marken in besonders anspruchsvollen Passagen wie „Hatzenbach“, „Wippermann“ oder „Galgenkopf“ kein Land gewinnen.

Absolute Priorität haben jedoch Feinabstimmung und Validierung. Unsere vornehmste Aufgabe ist es, das Auto so weit zu bringen, dass es im physikalischen Grenzbereich gutmütig, berechenbar und damit auch beherrschbar bleibt. Dafür bietet die Nordschleife mit ihren zig Kurven- und Fahrbahnbelag-Variationen ideale Voraussetzungen.

Bei unseren Prüffahrten schießen wir regelmäßig übers Ziel hinaus, mit voller Absicht. Wir verpassen die Ideallinie, verreißen die Lenkung, geben Gas oder bremsen zur Unzeit – kurz: wir machen Fahrfehler und stellen so kritische, praxisnahe Situationen auf der Landstraße oder Autobahn nach. Mit diesen 105-Prozent-Einlagen lassen sich die Sicherheitsreserven unserer Fahrwerke überprüfen.

Testfahrer Martin Westenberger Bereits in frühen Entwicklungsphasen sorgen wir gemäß Opel-Philosophie dafür, dass die Basis stimmt. Das heißt, das mechanische Eigenlenkverhalten des Wagens muss einwandfrei sein. Dann kann ich wie bei den Filmaufnahmen bedenkenlos „ESP off“ schalten, was man als Laie natürlich nicht tun sollte.

Wenn ich nach einer Runde in der „Grünen Hölle“ zum Test Center im Gewerbegebiet an der „Döttinger Höhe“ zurückkomme, erwarten die Kollegen klare, verwertbare Aus- und Ansagen. Idealerweise habe ich dann schon eine Idee, wie sich die geprüfte Komponente oder Konfiguration weiter optimieren lässt. Beim Astra GTC fiel mir dazu am Ende nichts mehr ein ;-) .

Mit dem neuen Astra GTC in die „Grüne Hölle“ – ein kleiner Schritt für die Opel-Fahrwerkexperten, ein großer Schritt für Blog-Mitarbeiter. „Das kriegen wir schon hin. Kommt einfach am Dienstag zum Test Center Nürburgring“, schlägt Testfahrer Martin Westenberger vor. „In der Woche läuft auch die Validierung der GTC-PPV.“  Da lassen wir uns doch nicht zweimal bitten. Helm auf, anschnallen, los geht’s. Hier der (Bei)Fahrbericht der Nordschleifen-Novizin Bernadette Winter:

Astra GTC auf dem Nürburgring „Das ESP schalten wir aus, wir wollen ja schließlich das Eigenlenkverhalten des GTC beurteilen“, meint Martin Westenberger lapidar. Sein Druck auf die ESP-Taste ist für mich das Startsignal zum Luftanhalten, denn die Beschleunigung des 1.6er Turbo mit 180 PS gleicht der einer Achterbahn. Die G-Kraft drückt mich in den Sitz, gleich in der ersten Kurve am Hatzenbach schlägt mein Kopf mit dem schweren Helm gegen den Türholm. Zum Glück geben die Sportsitze Halt.

An der ersten Sprungkuppe Richtung Flugplatz hüpfe ich wie ein Gummiball auf und ab. Schon irgendwie peinlich, ich sollte meine Gliedmaßen besser beherrschen. Festhalten oder nicht? Das ist die alles entscheidende Frage – aber der „Angstgriff“ ist mir dann doch zu unangenehm. Nach dem ersten Kilometer weiß ich: Die Kniescheiben taugen auch nicht als Anker.

Während ich noch ringe und grüble, fliegt draußen die Landschaft vorbei. Drinnen erläutert der Entwicklungsingenieur für Fahrdynamik seelenruhig wie ein Touristenführer die Highlights. Das ist seine 451. Runde in der „Grünen Hölle“ – Martin Westenberger führt exakt Buch. Trotzdem, im Schlaf geht auf dieser Strecke nichts. Zu den größten Herausforderungen gehört das Schwedenkreuz: „Die schnelle Links ist ziemlich anspruchsvoll, ebenso spektakulär wie gefährlich.“ Etwa 100 Runden benötige ein Fahrer, um die Strecke gut genug zu kennen und sich voll auf das Auto konzentrieren zu können. Egal, wie sicher er privat fährt – bevor ein Opel-Ingenieur auf der Nordschleife testen darf, muss er eine anspruchsvolle Prüfung ablegen. Gut zu wissen.

Astra GTC auf dem Nürburgring Mein Blick fällt auf die digitale Tachoanzeige, die fröhlich in die Höhe schnellt. Ich muss schlucken, mein Hals ist auf einmal ganz trocken. „Das ist der Adenauer Forst“, höre ich da die Stimme aus dem Off. „Hier stehen während der Touristenfahrten immer viele Zuschauer, weil Unkundige gerne mal geradeaus über die Wiese in die Bande brettern.“ Ich nehme kaum noch etwas wahr, in meinen Ohren rauscht das Adrenalin. Viel zu schnell liegen die rund 21 Kilometer hinter uns. Beim Aussteigen wackeln mir die Knie, aber eins steht fest: Mein erstes Mal auf der Nordschleife – höllisch gut.

Während im Blog über zukünftige Astra-Versionen philosophiert wird, gibt sich der Moderator übers Wochenende noch einmal eine volle Dröhnung Astra OPC 2.0 Turbo – in der Rennversion:

Beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring zeigen die besten acht Kandidaten des OPC Race Camp von Opel, was sie in den letzten Monaten von Jockel Winkelhock, Manuel Reuter & Co. gelernt haben. Wer wissen will, ob Daumen drücken hilft, kann sich aktuell informieren über unseren Opel-Blog „Opel behind the scenes“ und unseren Twitter-Channel @OPELblog. Außerdem sind wir seit kurzem auf Facebook zu finden (zunächst nur auf Englisch) – natürlich auch zum Thema 24-Stunden-Rennen.

[Update:]

Das Daumendrücken hat sich gelohnt: Beide OPC Race Camp Astra haben durchgehalten und sich Podiumsplätze in ihrer Klasse SP3T erkämpft.

Die Ergebnisse (PDF Gesamtwertung, nach Klassen):

Platz 2 (Klasse), Platz 19 (gesamt) – Startnummer 142
mit den Fahrern Hendrik Scharf, Jean-Marie Rathje, Arne Hoffmeister und Roger Büeler

Platz 3 (Klasse), Platz 22 (gesamt) – Startnummer 141
mit den Fahrern Sebastian Amossé, René Hiddel, Thierry Kilchenmann und Dennis Rieger

Niemand wird es mir verdenken: Die Nürburgring-Nordschleife ist meine Lieblings-Prüfstrecke. Dagegen kommt nun mal kein Proving Ground oder sonst ein Rennkurs dieser Welt an. Die „Grüne Hölle“ trennt die Fahrwerk-Spreu vom Weizen – und macht Spaß. Nicht umsonst herrscht hier zu Industriepool-Zeiten regelmäßig Hochbetrieb.

Opel gehört übrigens zu den Gründungsmitgliedern dieses Industriepools, den es seit Mitte der 90er-Jahre gibt. Damit haben wir erreicht, dass die Nordschleife für die Automobilentwicklung weiter nutzbar bleibt. Wir drohten nämlich im stetig zunehmenden Publikumsverkehr unterzugehen. Viele Freizeitpiloten schauen leider kaum in den Rückspiegel, hauen einem die Tür vor der Nase zu, schlingern jenseits von Gut und Böse herum oder stellen das Auto für Fotos direkt hinter einer Kuppe ab. Alles schon erlebt… Deshalb ist es für uns gewissermaßen lebensnotwendig, dass wir es im reservierten Industriepool-Zeitfenster als Profis mit Profis zu tun haben. Da kennt und respektiert jeder die Regeln. So können wir uns auf das Auto und die zu prüfende Komponente konzentrieren.

Die Videoszene stammt von einem, sagen wir mal, autorisierten Spion. Es handelt sich um den recht anspruchsvollen Streckenteil „Brünnchen“: Leichte Kompression, kleine Welle auf der Ideallinie, schnelle Rechts bergab, wo Querstabilität gefragt ist. Auch hier, mit dem Abstimmungsfahrzeug Astra 2.0 CDTI Automatik, demonstriert unser Fahrwerk seine konzeptionellen Qualitäten.

Mein Kollege Markus Hofmann wird hier demnächst den neuen 1,4-Liter-Turbobenziner im Astra näher beschreiben. Als kleinen Appetithappen habe ich diese Bilder von einem meiner jüngsten Besuche im GM-Testzentrum Nürburgring mitgebracht.

Parallel zu unseren Fahrwerk-Versuchen spulten Andreas Karner und seine Jungs aus dem Bereich Zündtechnik einen Zündspannungstest unter verschärften Bedingungen auf der Nordschleife ab. Bei dem Probanden handelt es sich um einen 1.4 Turbo, der seinen Dienst in einem Powertrain-Mule verrichtet.

Die etwas eigenartige Haube vor der Kühlermaske wird so natürlich nie in Serie gehen. Laut Hans Link, zuständig für den Messaufbau Motor-/Getriebeelektronik (gelber Overall), hält die Vorrichtung bei diesem Mule-Typ zuverlässig das Spritzwasser von der Luftansaugung fern.

Zündspannungstest mit Mule des neuen Opel Astra Zündspannungstest mit Mule des neuen Opel Astra
Zündspannungstest mit Mule des neuen Opel Astra Zündspannungstest mit Mule des neuen Opel Astra