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Bernd Winter - 30. September 2009
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Der Astra soll aus unserer Sicht vor allem eines sein: leise. Gleichzeitig soll er „gut“ klingen. Das gilt nicht nur für den Motor, sondern auch für einzelne Komponenten, die mit dem Antrieb so direkt gar nichts zu tun haben. Aber – was ist „gut“? Fragt man die Marketing-Kollegen, erhält man Aussagen wie: „Sportlich, kraftvoll, gediegen, unaufdringlich, dynamisch …“ Damit kennen wir die Grobrichtung.
Zum Ziel kommen wir mit Hilfe der „grünen Männchen“. Die heißen bei uns so, weil sie schon recht außerirdisch wirken. In den „Ohren“ dieser grauen Kunstköpfe sitzen hochempfindliche Mikrofone. Damit lassen sich Geräusche so aufnehmen und wiedergeben, wie sie von einem Menschen wahrgenommen werden. Um zum gewünschten Sound zu gelangen, schließen wir die grünen Männchen mit der „Binauralen Transferpfad Analyse und Synthese“ (BTPA/BTPS) zusammen. So können wir nicht nur zwischen Körperschall und Luftschall unterscheiden, sondern wir bekommen alle möglichen Übertragungspfade vor Augen geführt – beim Gesamtfahrzeug sind das Motor, Motorlager, Ansaugung, Auspuff, Fahrwerk, Karosserie, Leitungen, … Die Liste ist erweiterbar bis hin zu Modellen mit über 50 Transferpfaden.
Dank der Transferpfad-Modelle wird deutlich, an welcher Schraube wir drehen müssen (manchmal im wahrsten Sinne des Wortes), um den Zielwert zu erzeugen. Die entsprechenden Änderungen nehmen wir zunächst virtuell vor. Das Ergebnis hören wir ab. Sobald unser Herr der grünen Männchen, Stéphane Richter, zufrieden ist und der gewünschte Klang ertönt, gehen wir abgeleitet von der Konfiguration des Transferpfad-Modells ans echte Fahrzeug ran. So funktioniert bei uns Sound-Engineering.










