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Neuer Opel Astra mit N&V-TeamIn der Werbung ist der Spruch „Alles für diesen Moment“ schon ziemlich abgegriffen. Aber er passt gut zur Szenerie dieser Tage auf unserem großen Rollenprüfstand im Rüsselsheimer Entwicklungszentrum. Viele Monate lang hat unser Team daran gearbeitet, eine umfangreiche Anforderungsliste zum Thema „Noise and Vibration“ zu erfüllen – vom dezent-sonoren Motorlauf bis hin zum richtigen „Plopp“ beim Zuschlagen der Türen. Jetzt kamen – gebaut im englischen Werk Ellesmere Port – die ersten Vorproduktionsfahrzeuge (PPV) an, in denen erstmals all unsere Geräuschmaßnahmen umgesetzt wurden. So können wir am (nahezu) fertigen Fahrzeug messen, ob unsere Berechnungen und Entwicklungen alle Erwartungen erfüllen. Und wir haben Gelegenheit, kurz vor Produktionsstart den letzten Feinschliff vorzunehmen.

Obwohl wir natürlich auch auf der Straße und in Dudenhofen testen, ist der Prüfstand ein unabdingbares Arbeitselement. Hier wird das Auto auf großen Rollen gefahren, die in den Hallenboden eingelassen sind. Die Rollen erzeugen die gleiche Gegenkraft, die auch ein Fahrzeug auf der Straße durch Wind und Rollreibung erfahren würde. Da man „auf der Rolle“ die gleichen Geschwindigkeiten fahren kann wie auf der Straße, kann man wetterunabhängig und unter konstanten Randbedingungen testen.

Neben der finalen Abnahme der Fahrzeuge findet hier auch die Abgas- und Ansaugsystementwicklung statt. Dies geschieht aber rund anderthalb Jahre vor Produktionsstart, da die Werkzeuge für die serienfallenden Teile einen entsprechenden Vorlauf benötigen.

Eine typische Messung auf dem Rollenprüfstand ist ein Volllast-Hochlauf im dritten Gang, den unser 1.6-Benzinmotor unter Einhaltung der definierten Grenzkurven hervorragend gemeistert hat. Ein Soundfile davon habe ich mitgebracht. Hier haben sich die Maßnahmen für das weiterentwickelte Motorlager- und Abgassystem ausgezahlt, die früh im Projekt auf den Weg gebracht wurden.

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Wenn unsere Marketing-Kollegen Kunden fragen, an welchen Kriterien sie die Qualität eines Autos messen, findet sich ein simples „Plopp“ stets in der Spitzengruppe: Das Türschließgeräusch. Fast jeder hat die gleiche Erwartung: Es sollte nicht zu laut sein, sich dumpf und satt anhören und darf keine scheppernden oder nachklingenden Nebengeräusche haben. Was so eindeutig klingt, ist für uns Entwicklungsingenieure eine Herausforderung – und der erste Schritt ist der schwerste. Wir müssen diese Anforderungen in die Sprache der Physik übersetzen, denn eine zielgerichtete Entwicklung ist nur mit Hilfe von objektiv nachprüfbaren Messwerten erfolgreich.

Wir setzen ein Verfahren ein, das sich auf zwei Parameter – die Lautstärke und den Klang – konzentriert und dafür auf psychoakustische Größen wie „Loudness“ und „70% Frequency Limit“ zurückgreift. Beim Insignia haben wir diese Methode erfolgreich eingesetzt, und jetzt haben wir schöne Fortschritte bei der Entwicklung des neuen Astra erzielt – und das, obwohl wir mit dem aktuellen Modell durchaus nicht unzufrieden waren.

Türschließgeräusch Astra Lautstärkediagramm Türschließgeräusch Astra Klangdiagramm

Hier das Ganze für die Ohren:

Türschließgeräusch aktueller Astra typisch, Audio-Datei im .wav-Format:

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Türschließgeräusch Status neuer Astra, Audio-Datei im .wav-Format:

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Es wird unser Geheimnis bleiben, wie diese Verbesserungen zu erreichen sind. Aber etwas kann ich doch verraten: Es kommt insbesondere darauf an, den mechanischen Bewegungsablauf im Schloss für akustische Belange zu optimieren und die Abstrahlung des Schalls durch das Türblech zu reduzieren.

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