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Opel Astra - Testauto Kombi-VarianteWas tun Chassis-Ingenieure, die das Fahrwerk für ein Auto entwickeln und abstimmen sollen, das es noch gar nicht gibt? Sie tun so als ob. Genau das haben wir gemacht, indem wir einen Fünftürer so konfigurierten, dass er der Kombi-Variante, die zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht als Prototyp verfügbar war, möglichst genau entspricht.

Aus fahrdynamischer Sicht unterscheiden sich Limousine und Kombi vor allem in puncto Achslastverteilung, Schwerpunkthöhe und Trägheitsmomente. Da alle drei Einflussgrößen voneinander abhängen, war die Aufgabe nicht so ganz ohne.

Geholfen hat uns das Excel-Makro unserer Computer-Simulationsexperten, mit dem wir die Zusatz-Massen des Kombi – rund 40 Kilo – und deren exakte Position im Fahrzeug iterativ berechnen konnten. Wie das dann „in echt“ aussieht, zeigen die Fotos unseres „Kombi-Fünftürers“. Übrigens ein Erlkönig mit perfekter Tarnung – dem sieht auf der Straße niemand an, dass er was Besonderes ist.

Den Insignia-Check bestand die So-tun-als-ob-Methode mit Bravour: Eine gemäß Simulationstool-Angaben beaufschlagte Insignia-Limousine generierte genau die gleichen Messwerte und subjektiven Beurteilungen wie der identisch motorisierte und ausgestattete Insignia Sports Tourer.

Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und Fahrwerk-Abstimmungen gefunden, die zu den Astra Kombiheck-Varianten passen. So dürfte es demnächst, wenn wir mit den ersten richtigen Prototypen auf dem spanischen IDIADA-Testgelände unterwegs sind, keine Überraschungen mehr geben. Ich bin schon sehr gespannt!

Opel Astra - Testauto Kombi-Variante Opel Astra - Testauto Kombi-Variante Opel Astra - Testauto Kombi-Variante

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Niemand wird es mir verdenken: Die Nürburgring-Nordschleife ist meine Lieblings-Prüfstrecke. Dagegen kommt nun mal kein Proving Ground oder sonst ein Rennkurs dieser Welt an. Die „Grüne Hölle“ trennt die Fahrwerk-Spreu vom Weizen – und macht Spaß. Nicht umsonst herrscht hier zu Industriepool-Zeiten regelmäßig Hochbetrieb.

Opel gehört übrigens zu den Gründungsmitgliedern dieses Industriepools, den es seit Mitte der 90er-Jahre gibt. Damit haben wir erreicht, dass die Nordschleife für die Automobilentwicklung weiter nutzbar bleibt. Wir drohten nämlich im stetig zunehmenden Publikumsverkehr unterzugehen. Viele Freizeitpiloten schauen leider kaum in den Rückspiegel, hauen einem die Tür vor der Nase zu, schlingern jenseits von Gut und Böse herum oder stellen das Auto für Fotos direkt hinter einer Kuppe ab. Alles schon erlebt… Deshalb ist es für uns gewissermaßen lebensnotwendig, dass wir es im reservierten Industriepool-Zeitfenster als Profis mit Profis zu tun haben. Da kennt und respektiert jeder die Regeln. So können wir uns auf das Auto und die zu prüfende Komponente konzentrieren.

Die Videoszene stammt von einem, sagen wir mal, autorisierten Spion. Es handelt sich um den recht anspruchsvollen Streckenteil „Brünnchen“: Leichte Kompression, kleine Welle auf der Ideallinie, schnelle Rechts bergab, wo Querstabilität gefragt ist. Auch hier, mit dem Abstimmungsfahrzeug Astra 2.0 CDTI Automatik, demonstriert unser Fahrwerk seine konzeptionellen Qualitäten.

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Astra-Prototyp bei Versuchsfahrt mit Bremsanhänger in SpanienEinspritzdruck, Turbo-Turbinendrehzahl, Kühlleistung des Abgasrückführungs-Kühlers, Plateau-Drehmomentkurve, CO2-Faktoren, Dauerhaltbarkeit, Euro 5 – das ist meine Welt, meine berufliche Welt. Mein Name ist Dr. Thomas Wagner und ich bin für das Entwicklungsprojekt 1.7 CDTI im Astra zuständig – ein Motoren-Mann also.

Ich möchte hier darüber berichten, wie unser Team den Astra-Diesel in den vergangenen Jahren vom Lastenheft über den Prüfstand bis zum fertigen Fahrzeug begleitet hat. Mein Schreibtisch steht im Rüsselsheimer Entwicklungszentrum, aber wir sind auch oft unterwegs – zum Beispiel mit den einzelnen Versuchsgruppen bei Winter-und Sommertestfahrten.

Zuletzt ging es nach Spanien. Das Foto entstand bei einer Versuchsfahrt mit einem Vorserienfahrzeug – Höhenabstimmung auf etwa 2.000 Metern bei 18°C. Der etwas skurril wirkende „Campingwagen“ hinten dran hilft uns bei den Messungen, weil er als Bremsanhänger höhere Lasten am Fahrzeug simulieren kann. So besteht die Möglichkeit, bestimmte Motorkennfeldpunkte auf der Straße anzufahren. Der Freizeitwert des Vehikels ist leider gleich null – es eignet sich nicht mal zum Biertransport, weil durch die Bremswirkung sehr viel Wärme produziert wird.

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Über die Autos, mit denen wir testen, habe ich ja schon berichtet und ich hatte versprochen, später noch mehr über diese getarnten Gesellen zu erzählen. Zur Zeit arbeiten wir mit zwei Typen. Beide sehen zwar schon deutlich nach neuem Astra aus, sind aber dennoch sehr unterschiedlich.

Neuer Opel Astra - PPV und IVDas IV (integration vehicle) ist äußerlich an den Rückleuchten aus dem Baumarkt (ja, wirklich!) und der viel stärkeren Tarnung erkennbar. Die intensivere Tarnung ist deshalb nötig, weil wir mit diesen Fahrzeugen schon sehr früh auf die Straße gehen, denn sie dienen – wie der Name schon andeutet – der Integration der einzelnen Technik-Komponenten, dem Test ihres Zusammenspiels. IV werden im Prototypenbau von Hand montiert.

Weit näher am späteren Serienauto ist das PPV (pre-production vehicle). Hier sieht außen und innen schon alles sehr nach Astra aus, Spaltmaße und Oberflächenstrukturen sind natürlich noch nicht final. PPV werden schon im Werk an einem speziellen Fließband gebaut, der sogenannten Pilotlinie. Dort werden dann auch im Hinblick auf die spätere Serienproduktion Werkzeuge und Fertigungsabläufe optimiert. Die PPV haben nur noch ein dezentes Tarnmuster und keine sperrigen Aufbauten mehr.

Derzeit scheuchen wir sowohl IV als auch PPV noch gleichermaßen durch den Testbetrieb. Die allerersten Autos, mit denen wir Astra-Komponenten testeten – die bereits vom Kollegen Harder ausgiebig gewürdigten Mules – stehen derweil schon zur Verschrottung an.

Aktuell ist unser Team vor allem im Testzentrum Dudenhofen zugange, wo wir (mit den PPV!) zahlreiche Messdaten wie zum Beispiel Beschleunigungswerte und Spritverbrauch ermitteln. Auch davon werde ich noch berichten.

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Bei strahlendem Sonnenschein haben wir auf der Zuchteisfläche von Arjeplog die querdynamischen Qualitäten des neuen Astra bei Niedrigreibwert auf uns wirken lassen.

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Großglockner Downhill Driving 2 Hallo – hiermit meldet sich auch der Bereich Fahrzeugakustik im Astra-Blog zu Wort. Wir kümmern uns um das, was der Kunde im und am Fahrzeug zu hören bekommt. Dazu zählen der Sound des Motors und der Komponenten einzeln oder im Verbund ebenso wie Straßengeräusche.

Wir arbeiten typischerweise sehr eng mit anderen Entwicklungsbereichen zusammen. Angesichts der vielen Schnittpunkte – beispielsweise mit dem Design, mit den Fahrwerkspezialisten oder auch mit den Kollegen von Fahrleistung, Verbrauch und Abgas – haben wir einen ganz guten Überblick, wie die Dinge überall so stehen. Unsere große Herausforderung besteht darin, möglichst niemandem in die Parade zu fahren und gleichzeitig unsere strengen Vorgaben zu erfüllen. Konkrete Fälle werde ich hier bald erläutern.

Zu den ausgesprochen schönen Aspekten unserer Arbeit gehört, dass man sehr viel direkt am Auto zu tun hat. Testfahrten, die es erlauben, das neue Fahrzeug „live“ unter realistischen Fahrbedingungen zu erleben und zu bewerten, sind quasi unser täglich Brot. An der Großglockner-Tour nahmen alle Performance-Bereiche teil. Solche gemeinsamen Aktionen erleichtern natürlich die interdisziplinäre Abstimmung ungemein.

Großglockner Downhill Driving 1 Großglockner Downhill Driving 3

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Auf der Landstraße von Arvidsjaur zur Zuchteisfläche von Arjeplog, wo wir unsere Wintertests durchführen, mischte sich ein schwedischer Kombi in den Astra-Konvoi. Zwar haben die Erlkönigjäger dieser Tage in Nordschweden Hochkonjunktur, aber hier waren es unsere Leute, die im Leihwagen mit der Videokamera hantierten. Den dabei entstandenen Film können wir jetzt zeigen. Übrigens: Der Elchtest-Elch machte gerade Pause.

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Hallo – anlässlich meines ersten Beitrags im Blog möchte ich mich kurz vorstellen: Mein Name ist Markus Hofmann, Ingenieur im Team Energy and Drive Quality für den neuen Astra. In meinem Tätigkeitsbereich geht’s, wie bei Insignia-Blogger Alex Regné Gläser, um Performance und Verbrauch unseres neuen „Babys”. Ich nenne dieses „Produkt” nicht ohne Grund “Baby” – schließlich ist dieses Projekt mein Einstieg in die Berufswelt. Nach meinem Studium im Fachbereich Mechatronik begann ich vor einem Jahr bei Opel als Ingenieur, zuständig für Fahrleistung, Verbrauch und Abgas.

Zum „Baby”: Allzu gern wäre ich mit dem Auto ohne Tarnung unterwegs. Nicht nur, weil der Astra wirklich schön geraten ist und es bestimmt Spaß machen würde, mal ein paar Stimmen und Blicke einzufangen. Wichtiger noch: Diese ganzen Aufkleber und Maskenteile erschweren unsere Leistungsmessungen. Ein Beispiel: Die intern „Micky-Maus-Ohren” getauften Tarnungen über den hinteren Radläufen verringern die Höchstgeschwindigkeit um mindestens 5 km/h. Ohnehin müssen wir in dieser Phase mit dem Gasfuß vorsichtig umgehen. Wir wollen doch nicht, dass uns die Ohren um die Ohren fliegen…

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Erlkönig neuer Opel AstraHallo, ich bin Uwe Müller, Chefdesigner des neuen Opel Astra.

Der Countdown läuft. Wir haben, das sage ich hier mal ganz unbescheiden, ein tolles Auto entworfen und fiebern dem Tag entgegen, an dem es das erste Mal der Öffentlichkeit präsentiert wird. Geplant ist die Weltpremiere im September auf der IAA in Frankfurt.

In diesem Blog will ich gemeinsam mit meinen Kollegen aus dem Astra-Team erzählen, wie das Auto entstanden ist, was wir getan haben und in den kommenden Monaten noch tun, um die vierte Astra-Generation zur Serienreife zu bringen.

Natürlich können wir im Blog nicht voranpreschen und jetzt schon alle Geheimnisse rund ums Auto lüften. Wir wollen aber versuchen, einen Blick hinter die Kulissen zu ermöglichen und unsere Arbeit ein wenig transparenter zu machen. Bei den Kollegen, die in den vergangenen Monaten über den Insignia gebloggt haben, klappte das ja auch ganz gut. Die haben sich übrigens über die vielen Kommentare und Rückmeldungen gefreut – wäre schön, wenn wir da anknüpfen könnten.

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