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Georg Bednarek - 5. Mai 2010
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In meinem jüngsten Beitrag zur Schaltstrategie gebrauche ich Worte wie „zügig“ und „rasch“. Das ist schon bezeichnend. Wir Automatik-Entwickler drücken halt gerne auf die Tube. Uns geht es um das Tempo, mit dem die Aktuatoren die Befehle der Getriebesteuerung umsetzen.
Zunächst einmal muss man zwischen der Reaktions- und der eigentlichen Schaltgeschwindigkeit unterscheiden. Wählt der Fahrer einen neuen Gang vor, etwa durch die ActiveSelect-Funktion oder per Kickdown, erwartet er „zeitnah“ eine Reaktion der Technik. Das sind in der Regel Drehzahl- und Drehmoment-Änderungen, die visuell (Drehzahlmesser), akustisch (Motorgeräusch) und per Popometer wahrgenommen werden. In diese Reaktionszeit spielt immer auch das Ansprechverhalten des Triebwerks mit hinein – andere Baustelle.
Die Schaltgeschwindigkeit bezeichnet den Zeitraum, in dem alle „Rädchen“ im Getriebe gestellt werden, bevor der Staffelstab an den Motor übergeht. Die Frage dabei lautet: Wie schaffe ich es, dass die last-, situations- und fahrerwunschabhängigen Prozesse möglichst schnell und gleichzeitig unmerklich, also weitgehend ruckfrei, weich und fließend ablaufen?
Wir sind also immer auf der Suche nach dem besten Kompromiss zwischen Tempo und Komfort. Um die Wandlerautomatik im Wettbewerb mit anderen Systemen fit zu halten, beziehen wir schon in der Konzeptphase alle Funktionsebenen in den Optimierungsprozess ein. Unser Hauptaugenmerk gilt dabei für gewöhnlich der Mechatronik und Hydraulik. Hier lassen sich dank der ständigen Fortschritte bei Materialien und Betriebsflüssigkeiten immer wieder Schätze heben. Aber auch die Kommunikation zwischen dem Motor- und dem Getriebesteuergerät funktioniert mit jeder Evolutionsstufe noch flinker und präziser.
Die absoluten Reaktions- und Schaltzeiten sind demnach abhängig vom grundsätzlichen Getriebedesign und von unseren Erfolgen bei der Abstimmung.









