Archiv der Kategorie ‘Test‘

Die Frage von Timo hat eine ebenso unangenehme wie lehrreiche Erinnerung wachgerufen, die ich den Blog-Lesern nicht vorenthalten möchte.

Startvorbereitungen – Martin Westenberger und Monteur Horst Schwinn im Test Center am Nürburgring Wie im Beitrag beschrieben, bewegen wir unsere Prototypen im Grenzbereich und manchmal ganz bewusst auch jenseits des Limits. Dabei provozieren wir bei deaktiviertem ESP mit gezielten Manövern ein Übersteuern. Dann schauen wir, wie das Auto auf natürliche Gegenmaßnahmen des Fahrers reagiert. Ein schlagartiges Abreißen der Seitenführung verbunden mit heftigem Eindrehen beispielsweise wäre inakzeptabel. Ein Rennfahrer würde solche Manöver tunlichst vermeiden, da es dem zeitoptimalen Umrunden der Strecke nicht dienlich ist.

Für uns allerdings gehört es zum Tagesgeschäft, ein ausbrechendes Heck wieder einzufangen. Ich muss aber gestehen, dass mir das einmal nicht gelungen ist. Vergangenes Jahr hatte ich einen Abflug in die Streckenbegrenzung der Doppelrechts am Hatzenbach: Ein später Nachmittag im Herbst, die Temperaturen waren niedrig. So niedrig, dass man schon fast Winterreifen fahren konnte. Es war aber durchaus noch vertretbar, mit Sommer-Pneus auszurücken – man hätte nur ans Aufwärmen denken müssen. Stattdessen habe ich unter Zeitdruck die letztmögliche Runde vor der Streckenschließung in Angriff genommen, nicht auf die Außentemperaturanzeige geschaut, mit „gewohnter“ Geschwindigkeit eingelenkt – und Rumms – so etwas verzeiht die „Grüne Hölle“ nicht. Meinem Kollegen auf dem Beifahrersitz und mir ist nichts passiert, der Prototyp war nur leicht beschädigt. Geärgert hat es mich natürlich, aber von Lebensgefahr keine Spur. An der Stelle möchte ich meinen Kollegen im Test Center danken. Ohne die Leistung von Monteuren wie Horst Schwinn, der schon seit 30 Jahren am Nürburgring für Opel arbeitet, müsste ich häufiger um meine Gesundheit fürchten.

Zur Frage von didi: Michael Harder hat das in seinem Beitrag schon beschrieben. Die Industriepool-Zeitfenster sind für uns maßgeblich. Aus dem Touristenverkehr halten wir uns komplett raus – viel zu gefährlich.

Testfahrer Martin Westenberger auf dem Nürburgring

Astra GTC auf dem Nürburgring Freut mich, dass die Nordschleifen-Tour mit dem neuen Astra GTC auf so viel Gegenliebe stieß. Solche direkten Rückmeldungen hat man ja im „normalen“ Testalltag kaum. Ab und zu wird „Fritz“ neben mir festgeschnallt. Das ist ein 75 Kilogramm schwerer torsoförmiger Wassertornister, der die Beifahrermasse repräsentiert. Bis auf einige Gluckergeräusche verhält der sich vollkommen ruhig und zeigt sich stets absolut nordschleifenfest.

Übrigens: Rundenzeiten sind bei unseren Industriepool-Testfahrten quasi irrelevant – selbst mit einem so sportlichen Kandidaten wie dem GTC. Natürlich macht es Spaß, auf dem Nürburgring die Limits auszuloten. Und natürlich registriere ich mit Genugtuung, dass die stärker motorisierten Boliden anderer Marken in besonders anspruchsvollen Passagen wie „Hatzenbach“, „Wippermann“ oder „Galgenkopf“ kein Land gewinnen.

Absolute Priorität haben jedoch Feinabstimmung und Validierung. Unsere vornehmste Aufgabe ist es, das Auto so weit zu bringen, dass es im physikalischen Grenzbereich gutmütig, berechenbar und damit auch beherrschbar bleibt. Dafür bietet die Nordschleife mit ihren zig Kurven- und Fahrbahnbelag-Variationen ideale Voraussetzungen.

Bei unseren Prüffahrten schießen wir regelmäßig übers Ziel hinaus, mit voller Absicht. Wir verpassen die Ideallinie, verreißen die Lenkung, geben Gas oder bremsen zur Unzeit – kurz: wir machen Fahrfehler und stellen so kritische, praxisnahe Situationen auf der Landstraße oder Autobahn nach. Mit diesen 105-Prozent-Einlagen lassen sich die Sicherheitsreserven unserer Fahrwerke überprüfen.

Testfahrer Martin Westenberger Bereits in frühen Entwicklungsphasen sorgen wir gemäß Opel-Philosophie dafür, dass die Basis stimmt. Das heißt, das mechanische Eigenlenkverhalten des Wagens muss einwandfrei sein. Dann kann ich wie bei den Filmaufnahmen bedenkenlos „ESP off“ schalten, was man als Laie natürlich nicht tun sollte.

Wenn ich nach einer Runde in der „Grünen Hölle“ zum Test Center im Gewerbegebiet an der „Döttinger Höhe“ zurückkomme, erwarten die Kollegen klare, verwertbare Aus- und Ansagen. Idealerweise habe ich dann schon eine Idee, wie sich die geprüfte Komponente oder Konfiguration weiter optimieren lässt. Beim Astra GTC fiel mir dazu am Ende nichts mehr ein ;-) .

Mit dem neuen Astra GTC in die „Grüne Hölle“ – ein kleiner Schritt für die Opel-Fahrwerkexperten, ein großer Schritt für Blog-Mitarbeiter. „Das kriegen wir schon hin. Kommt einfach am Dienstag zum Test Center Nürburgring“, schlägt Testfahrer Martin Westenberger vor. „In der Woche läuft auch die Validierung der GTC-PPV.“  Da lassen wir uns doch nicht zweimal bitten. Helm auf, anschnallen, los geht’s. Hier der (Bei)Fahrbericht der Nordschleifen-Novizin Bernadette Winter:

Astra GTC auf dem Nürburgring „Das ESP schalten wir aus, wir wollen ja schließlich das Eigenlenkverhalten des GTC beurteilen“, meint Martin Westenberger lapidar. Sein Druck auf die ESP-Taste ist für mich das Startsignal zum Luftanhalten, denn die Beschleunigung des 1.6er Turbo mit 180 PS gleicht der einer Achterbahn. Die G-Kraft drückt mich in den Sitz, gleich in der ersten Kurve am Hatzenbach schlägt mein Kopf mit dem schweren Helm gegen den Türholm. Zum Glück geben die Sportsitze Halt.

An der ersten Sprungkuppe Richtung Flugplatz hüpfe ich wie ein Gummiball auf und ab. Schon irgendwie peinlich, ich sollte meine Gliedmaßen besser beherrschen. Festhalten oder nicht? Das ist die alles entscheidende Frage – aber der „Angstgriff“ ist mir dann doch zu unangenehm. Nach dem ersten Kilometer weiß ich: Die Kniescheiben taugen auch nicht als Anker.

Während ich noch ringe und grüble, fliegt draußen die Landschaft vorbei. Drinnen erläutert der Entwicklungsingenieur für Fahrdynamik seelenruhig wie ein Touristenführer die Highlights. Das ist seine 451. Runde in der „Grünen Hölle“ – Martin Westenberger führt exakt Buch. Trotzdem, im Schlaf geht auf dieser Strecke nichts. Zu den größten Herausforderungen gehört das Schwedenkreuz: „Die schnelle Links ist ziemlich anspruchsvoll, ebenso spektakulär wie gefährlich.“ Etwa 100 Runden benötige ein Fahrer, um die Strecke gut genug zu kennen und sich voll auf das Auto konzentrieren zu können. Egal, wie sicher er privat fährt – bevor ein Opel-Ingenieur auf der Nordschleife testen darf, muss er eine anspruchsvolle Prüfung ablegen. Gut zu wissen.

Astra GTC auf dem Nürburgring Mein Blick fällt auf die digitale Tachoanzeige, die fröhlich in die Höhe schnellt. Ich muss schlucken, mein Hals ist auf einmal ganz trocken. „Das ist der Adenauer Forst“, höre ich da die Stimme aus dem Off. „Hier stehen während der Touristenfahrten immer viele Zuschauer, weil Unkundige gerne mal geradeaus über die Wiese in die Bande brettern.“ Ich nehme kaum noch etwas wahr, in meinen Ohren rauscht das Adrenalin. Viel zu schnell liegen die rund 21 Kilometer hinter uns. Beim Aussteigen wackeln mir die Knie, aber eins steht fest: Mein erstes Mal auf der Nordschleife – höllisch gut.

Ampera Probefahrt auf der IAAEine „Standpauke“ in Halle 8 und spannende Erfahrungen außerhalb des Messegeländes – im Hinblick auf unseren IAA-Blog-Treff haben wir wohl nicht zu viel versprochen. Nach Elke Romakowski schildert hier nun Manuel Barton seine Eindrücke:

Bisherige Grenzen überwinden und den anderen voraus sein. Dass die mutige Botschaft des neuen Ampera TV-Spots alles andere als heiße Luft ist, wurde beim Fahrerlebnis im Rahmen des IAA-Blog-Treffs klar.

Wen beim Druck aufs Gaspedal 370 Nm grüßen und ohne Schalten linear nach vorne drücken, der ist anderen tatsächlich voraus. Die Grenzen überwindet in der eigenen Wahrnehmung eigentlich weniger der Elektromotor als vielmehr das Freiheitsgefühl einer selbstbestimmten und selbstbewussten Mobilität. So pathetisch oder werblich es vielleicht klingen mag, diese Erwartung war insgeheim einfach da – und sie wurde nicht enttäuscht: Ampera-Fahren vermittelt wirklich ein Gefühl des Ausbrechens aus dem Üblichen, von Zukunft und neuen Erlebnissen. Das ganze Auto drückt dies aus, außen wie innen.

Blog-Treff auf der IAA Neben dem Ampera-Fahren – sicherlich der Höhepunkt des Blog-Treffs – hatte auch die einleitende IAA-Gesprächsrunde mit Uwe Winter und Lutz Kleinstück im VIP-Konferenzraum des Opel-Standes in Halle 8 ihren Reiz. Das Themenspektrum reichte von Produktions- und Entwicklungsüberlegungen sowie Konzepten zu Zusatzbatterielösungen über die Versorgung mit „grünem“ Strom und die Hintergründe zu Versicherungseinstufungen bis hin zur richtigen Ansprache der Ampera-Zielgruppen.

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Erlkönigjäger 100-Prozent-Fahrt Zafira Tourer Ich bin ja anhängliche Autojäger von meinen Testfahrten mittlerweile gewohnt. Dass ich aber durch den Blog einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt habe, erstaunt mich dann schon einigermaßen. Als uns ein Kollege des hier als „Carspy“ bekannten Blog-Lesers begegnete, erinnerte er sich sofort an mich und wir konnten uns kurz unterhalten. Auch wenn der Zafira Tourer zum Zeitpunkt der 100-Prozent-Fahrt für die Paparazzi nach den ersten offiziellen Pressefotos schon “verbrannt” war, zeigte sich der gute Mann doch ganz begeistert – so viele Prachtexemplare auf einmal hat er sonst kaum vor der Linse.

100-Prozent-Fahrt Zafira Tourer 100-Prozent-Fahrt Zafira Tourer

100-Prozent-Fahrt Opel Zafira Tourer Gelbe Engel hatten wir bei unserer 100-Prozent-Fahrt mit dem Zafira Tourer zum Glück nicht nötig. Allerdings segnete ein Reifen nach vehementem Randstein-Kontakt in einer Kurve das Zeitliche. Den hatte es so gründlich zerlegt, dass mit unseren „Tirefit Kits“ nichts zu machen war. Solange das aus Rüsselsheim angerückte Werkstattteam das Ersatzrad montierte, widmeten sich vor allem die Männer in der Testfahrer-Crew dem weiter entwickelten integrierten Fahrradträger-System. Ergebnis des unplanmäßigen Belastungstests: FlexFix hält selbst dem Spieltrieb vorübergehend unausgelasteter Ingenieure problemlos stand.

100-Prozent-Fahrt Zafira Tourer 100-Prozent-Fahrt Zafira Tourer

Fahrtleiter Dieter Schindel, Mareike Lorenz, Opel-Blogger Markus Hofmann 14 Autos, zwei Tage und 600 Kilometer – das sind die Eckdaten unserer 100-Prozent-Fahrt mit dem Zafira Tourer. Eine landschaftlich sehr schöne Strecke, die unser Fahrtleiter Dieter Schindel da ausgesucht hat. Bei strahlendem Sonnenschein ging’s am ersten Tag von Rüsselsheim aus durch Taunus und Westerwald vorbei an Montabaur und Limburg wieder zurück in die Heimat. Der zweite Tag war dann Mosel und Hunsrück gewidmet. Alles dabei, was das Testfahrerherz begehrt: Landstraße, Autobahn, Serpentinen. Schließlich galt es, den Zafira Tourer aus Kundensicht noch einmal einer letzten kritischen Prüfung zu unterziehen. Und bis auf wenige Kleinigkeiten demonstrierte der Kandidat seine Marktreife.

100-Prozent-Fahrt Zafira Tourer Zur Testflotte gehörten alle Motorvarianten vom 1,4-Liter-Turbobenziner mit 88 kW/120 PS bis zu den 2.0 CDTI-Dieselmotoren. Auch der Erdgasvariante, die etwas später auf den Markt kommen wird, fühlten wir schon mal auf den Zahn. Als Referenzmodelle hatten wir wie in Spanien einen Ford Grand C-Max und einen VW Touran dabei.
Für mich lag dieses Mal ein Fokus auf den neuen Assistenzsystemen wie „Toter-Winkel-Assistent“ oder „SBSA“ (Side Blind Spot Alert), wie wir sagen. Wirklich hilfreich – prompt hat mich das Signal einmal bei rund 140 km/h auf der Autobahn vor Schlimmerem bewahrt. Darüber hinaus nutzten wir das Lounge-Sitzsystem ausgiebig. Mein Fazit: Da kommt Freude auf. Noch nie hab ich auf einer Testfahrt derart gemütlich gerastet. So lange Beine kann man gar nicht haben…

100-Prozent-Fahrt Zafira Tourer 100-Prozent-Fahrt Zafira Tourer

Auch Testfahrer sind nicht vor Bagatellen gefeit. Hier, bitteschön, mein jüngstes Erlebnis der Kategorie „Dumm gelaufen“. Tatort: Hotel-Tiefgarage in Sitges. Ich bin in Eile. Um mich herum läuft alles planmäßig. Seit 7:40 Uhr steht die 99-Prozent-Fahrt-Kolonne an der Ausfahrt. Die mit den Fingern auf dem Lenkrad trommelnden Kollegen warten wohl nur auf mich. „Schon mal was von Frühstück gehört?“ schießt es mir durch den Kopf. Also, hopp in den Zafira PPV , Gang rein und mit bangem Blick Richtung Bordfunk ab durch die Mitte.

„Rumms, Knirsch“ lautet die Quittung für meinen unangemessenen Lenkeinschlag. Die Fahrertür zog gegen einen der im Überfluss vorhandenen Garagenpfeiler den Kürzeren. Obwohl der Schaden schnell behoben ist – zwei gezielte Hiebe und die Delle ploppt weg – muss ich mir an dem Tag noch so einiges anhören. Am originellsten finde ich den Vorschlag, ein Inserat aufzugeben:
„Auspark-Assistent gesucht“.

Zafira in der Hotel-Tiefgarage in Sitges Zafira in der Hotel-Tiefgarage in Sitges

Zafira Testfahrt in Spanien Der Wettergott meinte es nicht gut mit uns – drei Tage Regen am Stück und sehr durchwachsene Temperaturen sind im Nordosten Spaniens um diese Jahreszeit eher untypisch. So fiel der Scheibenwischer-Test bei dieser 99-Prozent-Fahrt besonders umfangreich aus…

Unserem Fahrtleiter Dieter Schindel kann man nun wirklich keinen Vorwurf machen. Schließlich war die abwechslungsreiche Strecke in der hügeligen Landschaft Kataloniens rund um Sitges bestens für unsere Zwecke geeignet. 14 Mann hoch kamen wir aus dem feuchtkalten Rüsselsheim, um mit dem Zafira der dritten Generation den vorletzten Rundum-Check zu absolvieren.

Zafira Testfahrt in Spanien Schon der Auftakt auf dem Testgelände Idiada war, sagen wir: speziell. Kaum hatte sich das Team zur Vorabstimmung im Besprechungsraum eingefunden, ging’s in der Nachbar-Box los. Wir wissen nicht, welches Programm die Ferrari-Jungs da abarbeiteten. Laut Klangerlebnis gibt’s bald eine Variante mit extra scharfen Nockenwellen. Als dann noch die Freunde von Aston Martin in das F(errari)-Dur-Konzert einstimmten, war das für uns das Signal zum Aufbruch.

Zafira Testfahrt in Spanien
Zu unserem 99-Prozent-Tross gehörten zwei 2.0 CDTI und jeweils ein 1.4 Turbo mit Schaltgetriebe und Automatik. Als Referenzmodelle hatten wir einen Ford Grand C-Max und einen VW Touran dabei. Ich achtete wie immer auf die Fahrbarkeit – Reaktion auf Pedalbefehle, Lastwechsel, Ganganschlüsse, Kupplungskräfte usw. – während Veli Yilmazer (nach abgeklungenem Ferrari-Tinnitus) ins Auto hineinhorchte. Als Mitglied der Akustik-Gruppe, die mein Blogger-Kollege Bernd Winter leitet, wendet Veli einen ganz eigenen Wortschatz an. Wer da mitreden will, sollte schon wissen, was „hissen“, „chuffen“ oder „rear end rush“ bedeutet. Eine wichtige Erkenntnis der feuchten Spanien-Tour: Hinter die klassischen Noise & Vibration-Punkte „Motorkapselung“ und „Stirnwandisolierung“ können wir ein Häkchen machen.

Zafira Testfahrt in Spanien Zafira Testfahrt in Spanien

Was da aussieht wie eine automobile Roadrunner-Interpretation heißt bei uns „dynamische Fremdverschmutzung“ und gehört zum „Dust Intrusion Test“ beziehungsweise zur „Stauberprobung“. Die Szene stammt von unserem südspanischen Versuchsgelände. Auf der rund zwei Kilometer langen Ovalpiste dort muss sich jedes neue Modell in fast allen Motorvarianten bewähren.

Wozu das Ganze? Nun, bei diesen Verfolgungsfahrten geht es uns vor allem darum, die Staubimmunität etwa der Motoransaugung und der Tankentlüftung zu checken. Auch der Karosseriedichtigkeit gilt im Vorfeld des Static Air Leakage Tests unsere gesteigerte Aufmerksamkeit. Wo kommt in solchen Extremsituationen wie viel an? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, erfasst, wiegt und analysiert das Experten-Team um Reiner Weidemann und Karsten Gerdes Schmutzpartikeleinträge an allen möglichen Stellen, beispielsweise im Luftfilterreinluftbereich oder im Gehäuse des Aktivkohlefilters oder auf dem Rücksitz und im Kofferraum. Sollte sich eine „Staubfalle“ herauskristallisieren, sorgen exakt positionierte und dimensionierte Dichtungen oder maßgeschneiderte Ableitkanäle für Abhilfe.

Zum Video: In der Staubfahne des vorauspreschenden Insignia Sports Tourer hält sich in diesem Fall ein Astra 2.0 CDTI. Mindestabstandsgebot verkehrt: Um vergleichbare Ergebnisse zu erzielen, sollten bei Geschwindigkeiten zwischen 85 und 95 km/h drei Fahrzeuglängen nicht überschritten werden.

Das Prüfzeitspektrum reicht von wenigen Minuten bis hin zu mehreren Stunden. Lustiges Testfahrer-Leben? Naja, an der Maxipackung Staub werden wohl eher Masochisten ihre Freude haben. Und in puncto Materialbelastung sage ich nur: Wenn das mal jemand meinem Privatwagen antut, klopfe ich ihm gehörig auf die Finger.