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Uwe Ruster mit Rezyklat-Saugrohr„Aus alt mach neu“ lautet das Motto des Projektingenieurs Uwe Ruster. Er fördert die Karriere von Kunststoff-Rezyklaten. Ob Scheinwerfergehäuse oder Radhausverkleidungen – Opel setzt die umweltfreundlichen, weil ressourcenschonenden Materialien, deren Herstellung weniger CO2-intensiv ist, schon seit Anfang der 1990er Jahre ein. Im neuen Astra stecken über 250 Bauteile mit einem „Vorleben“ z. B. als PET-Flasche, Flaschenverschlussdeckel oder Computergehäuse. Mit der Rezyklat-Freigabe des Saugrohres für den 1.4 Turbo ging das Team um Uwe Ruster jetzt einen Schritt weiter – Recycling 2.0 sozusagen.

„Saugrohr? Was ist denn daran so besonders?“, frage ich den Kollegen. Der zählt daraufhin das Pflichtprogramm für den Rezyklat-Kandidaten auf: Vom Berstdruck-Test über Dauerläufe auf Motorprüfständen und in Prototypen bis hin zu Einbau- und Alterungsversuchen reicht das Spektrum. Nach zwei Jahren hat Ruster in Zusammenarbeit mit den Lieferanten Mann+Hummel und Pentac die richtige Lösung gefunden.

Rezyklat-Saugrohr Opel Astra 1.4 TurboDank der streng geheimen, optimalen Mischung aus Primär- und Sekundärstoffen in Verbindung mit neuen Stabilisationstechniken widersteht das Saugrohr den dynamischen Belastungen im Fahrbetrieb. „Da hängen Komponenten wie Einspritzleiste und -düsen, Drosselklappen oder Ventile dran“, betont Ruster. Das erfordert eine ausgeklügelte Kombination aus Stabilität und Elastizität. Anspruchsvoll ist auch das breite Temperatur-Funktionsfenster: „Minus 40 Grad in Nordschweden muss unser Saugrohr genauso aushalten wie plus 200 Grad, die bei der Abgasrückführung entstehen können.“

Ursprünglich machte den Recycling-Spezialisten jedoch etwas anderes zu schaffen: „Den Kunststoff-Rezyklaten haftet immer noch das ‚Gelbe-Sack-Image‘ an“, klagt Uwe Ruster. So musste er zunächst intern für das Projekt Saugrohr werben. Das Engagement hat sich gelohnt: Der neue Astra ist weltweit eines der ersten Automobile mit nachhaltig hergestelltem Saugrohr. So kann’s weiter gehen. Mission des Recycling-Teams: Mehret den gewichtsmäßigen Anteil von Rezyklaten im Fahrzeug.

Kunststoff-Rezyklate im Opel Astra

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Uwe Müller im Design-Center „Was gibt’s für Dich als Designer denn groß zu erzählen? Die Form des neuen Astra steht doch schon fest.“ Kollegen, die mich auf meine neue und noch ungewohnte Nebenbeschäftigung als Blogger ansprechen, haben sicherlich Recht. Die Arbeit des Designteams, die vielen Stunden mit Zeichnungen und das Modellieren in Plastilin liegen hinter uns – darüber werde ich noch berichten.

Aber die aktuelle Aufgabe ist nicht minder wichtig: Damit der Astra auch so produziert werden kann, wie wir Designer uns das vorstellen, gilt es, gemeinsam mit den Fertigungsspezialisten und Zulieferern an der konkreten Umsetzung zu arbeiten.

Schließlich soll das neue Fahrzeug in Top-Qualität – wir Designer haben hier vor allem die Anmutung im Auge – auf die Straße kommen. Das „Fit und Finish“ der einzelnen Komponenten und die Passungen von Leuchten und Karosserieteilen stehen im Mittelpunkt. Wir haben beim Insignia bereits wahnsinnige Fortschritte gemacht und der neue Astra wird dem in nichts nachstehen.

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