Monatsarchiv für September 2010

Design Entwicklung: Darren Luke, Boris Jacob und Mark Adams (v.l.) Wo immer der Opel GTC Paris zu sehen ist, kommt einhellig die Reaktion: genau so bauen, bitte. Was macht die Faszination dieses Autos aus? Welche Elemente formen das Konzept eines dynamischen Dreitürers im Kompaktwagenformat zu einem typischen Opel? Welche Wirkung kann man über die Farbe erzielen? Wie entsteht so eine Studie?

Viele Fragen und viel Stoff für eine spannende Diskussion (Archiv Genf 2010). Und die kann jetzt jeder Blog-Leser live mit dem Opel-Designchef führen. Mark Adams steht am Donnerstag, 30. September, beim Pariser Automobilsalon für Medieninterviews zur Verfügung. Und wir haben ihn an diesem ersten Pressetag von 9:30 bis 10:00 Uhr für einen Live-Chat exklusiv „gebucht“.

Designskizze Opel GTC Paris Wie geht’s? Ganz einfach: Dieser Link ist am Donnerstag ab 9:30 Uhr eine halbe Stunde lang der direkte Draht zu Mark Adams. Anklicken, Frage eintippen – Antwort folgt. Adams schreibt in Englisch. Wenn also die Frage in Englisch formuliert ist, geht’s schneller. Wer möchte, kann hier per Kommentar zu diesem Beitrag vorab Fragen (auch in Deutsch) @ Mark Adams loswerden. Wir übersetzen sie bei Bedarf und leiten sie ihm beim Chat weiter.

Und als kleine Einstimmung hier schon mal ein paar Fotos aus dem Opel-Designstudio, die während der Entwicklung des GTC Paris entstanden sind.

Design Entwicklung: Sven Weinfurter Tonmodell Opel GTC Paris

Opel GTC Paris Die Spannung steigt. Nur noch eine Woche, dann wird der Opel GTC Paris auf dem Pariser Automobilsalon (2.-17. Oktober) vorgestellt. Für unsere Blog-Leser haben wir schon jetzt neue Pressebilder, die das Warten auf den dynamischen Dreitürer ein bisschen verkürzen.

„… and the speed was pure beauty“. Die Worte aus Richard Bachs berühmtem Roman „Die Möwe Jonathan“ waren nicht nur Inspiration für unsere Designer, sie können schon fast als Motto für den GTC Paris gelten: Für ordentlich Power sorgt bei dem Opel-Konzeptauto ein Vierzylinder mit Benzin-Direkteinspritzung und Twin-Scroll-Turbolader. Der 2.0 Turbo leistet 213 kW/290 PS und ist mit einer manuellen Sechsgang-Schaltung gekoppelt.

Opel GTC Paris Opel GTC Paris Opel GTC Paris
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Rennbegeisterter IngenieurnachwuchsSeit Jahren schon unterstützt Opel die Formula Student-Teams der TU Berlin, der TU Darmstadt und der Hochschule RheinMain. 91 Mannschaften aus aller Welt – so viele wie nie zuvor – beteiligten sich 2010 an dem internationalen Konstruktionswettbewerb, den der Verein Deutscher Ingenieure jetzt zum fünften Mal ausrichtete. Und die Einbäume mit dem Opel-Blitz auf der Karosserie schlugen sich wieder einmal bravourös. Bestes Beispiel: Darmstadt. Der epsilon2010 von DART Racing wäre beim Finale auf dem Hockenheimring ohne Strafe à la Vettel locker aufs Podium gefahren. Satte zehn Punkte Abzug wegen eines läppischen Formfehlers beim Einreichen von Unterlagen. Ärgert mich schon ein bisschen… Aber als Vierter lagen „wir“ immer noch vor den Unis aus München (BMW), Stuttgart (Mercedes) und Braunschweig (Volkswagen) – Ehrensache ;-) .

epsilon2010 des DART Racing Teams TU DarmstadtIch sage bewusst „wir“. In die Formula Student-Projekte fließt nämlich eine Menge Ingenieur-Herzblut. Viele meiner Kollegen aus der Antriebsstrang- und Fahrwerk-Entwicklung sind ehrenamtlich in die Aktivitäten der drei Teams eingebunden. Zu diesem Know-how-Transfer kommen die hervorragenden Testmöglichkeiten in Dudenhofen. Nicht umsonst beherrschen die jungen Rennwagen-Konstrukteure Opel-Tugenden wie Dauerhaltbarkeit, Solidität oder Effizienz – alles Kriterien der Formula Student-Wertung. Das macht diesen Wettbewerb für ein Unternehmen wie Opel ja auch so interessant. Wer hier besteht, ist ein ganz heißer Nachwuchs-Kandidat fürs ITEZ.

Ich verfolge und begleite die Rennsport/Konstruktions-Aktivitäten der Studierenden schon seit der Vorgänger-Formula SAE im Jahr 1999. So war es für mich gar keine Frage, unseren Jungs und Mädels auch diesmal in der heißen Phase einen Besuch abzustatten. Dabei schlug ich zwei Fliegen mit einer Klappe: Es stand ohnehin eine DPF-Beladungsprüffahrt mit einem Sports Tourer 1.7 CDTI MVBns auf dem Programm.Blogger Dr. Thomas Wagner bei der Formula Student

Aus alter Verbundenheit schaute ich auch beim Team der Uni Birmingham vorbei. Die erhielten dieses Jahr wieder Unterstützung von McLaren F1, etwa in puncto Motorsteuerung und Luftansaugung – Themen und Problemlösungen, die für meine tägliche Arbeit höchst interessant sind.

Dieses Beispiel macht deutlich: Die Formel 1, so ein Monoposto und ein Serienauto wie der Astra Sports Tourer haben mehr gemeinsam als man denkt.
Der Opel Astra und die Scuderia Mensa Astra Sports Tourer zu Besuch bei der Formula Student

Mit Spannung erwartet, jetzt erstmals auf Bildern zu sehen: Das Opel-Konzept eines dynamischen Dreitürers im Kompaktwagenformat wird auf dem Pariser Automobilsalon (2.-17. Oktober) vorgestellt. Dort feiert der 4,46 Meter lange GTC Paris seine Weltpremiere. Wir haben einen Blick hinter die Kulissen eines heimlichen Shootings in einem Parkhaus irgendwo in Berlin geworfen.

Davor wurde das Konzept bereits im Studio in Szene gesetzt: Der dynamische Athlet mit Linien voller Spannung, geformt wie eine Skulptur und ausgestattet mit 21-Zoll-Rädern, vermittelt ein gutes Gefühl dafür, in welche Richtung Designchef Mark Adams die Formgebung der Opel-Modelle weiterentwickeln will.

Neuer Opel Astra

Interview mit Ingolf Schneider, Chef der Fahrzeug-Lichttechnik bei Opel

Im Astra-Blog wurde bereits viel über die Funktionsweise des AFL-Sensors spekuliert. Wie erkennt das Auto denn, dass Scheinwerferlicht erforderlich ist?

Wir haben in das Gehäuse des Innenspiegels einen Sensor integriert. Er funktioniert im Grunde wie das menschliche Auge und erkennt die jeweils aktuellen Beleuchtungsbedingungen. Je nach Dämmerungszustand schaltet er das Licht entweder ein oder aus. Dabei erkennt der Sensor auch Tunnel, die er problemlos von Brücken, die die Straße überspannen, unterscheiden kann. Am Tunneleingang wird sofort das Licht aktiviert und am Ende natürlich wieder ausgeschaltet.

Kann AFL+ auch auf veränderte Wetterverhältnisse reagieren?

Dafür haben wir die Funktion „Schlechtwetter Licht“. Der Sensor „sieht“ nicht nur Lichtveränderungen, sondern auch Regentropfen auf der Windschutzscheibe. Wenn der Sensor eine hohe Tropfendichte registriert, beschleunigt er die Wischergeschwindigkeit und verändert dann zugleich die Lichtverteilung. Das verhindert, dass zu viele Regentropfen angestrahlt werden, die über die Lichtreflexion die Sicht eher verschlechtern. Außerdem werden die Straßenränder deutlicher ausgeleuchtet und der Gegenverkehr nicht geblendet. Diese Funktion greift bis 70 km/h, weil wir annehmen, dass bei starkem Regen nicht schneller gefahren werden kann.

Opel Astra - Lichtfunktionen AFL+Wann setzt das automatische Fernlicht ein?

Diese Funktion wird über eine Kamera ebenfalls im Innenspiegelgehäuse gesteuert und ist ab 60 km/h aktiv. Bei Ortseinfahrten werden außerdem die Straßenlaternen erkannt. Deshalb löst AFL+ das Fernlicht nur auf freier Strecke aus.

Wie schnell reagiert AFL+ auf veränderte Lichtverhältnisse?

Das sind Bruchteile von Sekunden. Vor dem Abblenden registriert der Sensor das Scheinwerferlicht der entgegenkommenden Autos. Dabei gibt es Unterschiede abhängig von der Straßenbiegung: In einer Rechtskurve sieht man – ebenso wie der Sensor – den Scheinwerfer des entgegenkommenden Autos etwas später als bei Geradeausfahrt oder in einer Linkskurve. Entsprechend blendet der Scheinwerfer einen Moment später ab.

AFL+ bietet insgesamt neun verschiedene Lichtfunktionen. Ist damit das Thema ausgereizt?

Unser System ist schon sehr gut. Dafür sind wir auch ausgezeichnet worden. Aber wir ruhen uns nicht auf unseren Lorbeeren aus. Lassen Sie sich überraschen.