|
Michael Harder - 28. Juli 2010
|
Mein jüngster Beitrag hat im Blog eine interessante Fachdiskussion ausgelöst. Auf die beiden Kernfragen will ich gerne hier und im nächsten Beitrag etwas ausführlicher eingehen:
Wie „starr“ sind Verbundlenker- und Mehrlenkerachsen?
Bei einer Verbundlenkerachse (mit oder ohne Wattgestänge) „korrespondieren“ die Längslenker der rechten und linken Fahrzeugseite durch ein Torsionsprofil miteinander. Per Verdrehsteifigkeit dieses Profils lässt sich das Überneigungs- und das Steuerverhalten des Fahrzeugs regulieren. Das gilt genauso für die Stabilisatoren bei Mehrlenkerachsen. Merke: Für gleiche Fahrdynamik-Ergebnisse muss der Stabi im Mehrlenker-Auto die gleiche Rollrate generieren wie das Querprofil eines Fahrzeugs mit Verbundlenkerachse. Das bedeutet auch, dass die wechselseitige Beeinflussung der Räder bei asymmetrischem Einfedern, dem so genannten Kopierverhalten, identisch ist. Demnach ist die Verbundlenker-Konstruktion nicht „starrer“ als das Mehrlenker-Pendant.
Tauchen wir noch tiefer in die Fahrwerkslehre ein, so kommen wir zu den theoretischen Unterschieden der beiden Systeme in puncto Sturzkompensation. Wie aus dem Diagramm (Folie 11) hervorgeht, hat unsere Verbundlenkerachse ca. 50 % Kompensation, das heißt: bei 1° Aufbauneigung verliert die Verbundlenkerachse 0,5° Sturz. Herkömmliche Vierlenkerachsen haben etwa 25 % Kompensation, verlieren also 0,75° Sturz bei 1° Überneigung (zum Vergleich: Starrachsen haben 100 % Kompensation). Derselbe Effekt müsste eigentlich auch bei asymmetrischem Einfedern eintreten. Dann hätte also das einfedernde Rad bei der Verbundlenkerachse in derselben Situation etwas mehr negativen Sturz als bei der Vierlenkerachse, was zu etwas mehr “bump steer” (= Einfederungs-Radeigenlenkung) führen würde. Im praktischen Fahrbetrieb allerdings sind Unterschiede nicht feststellbar. Das liegt daran, dass auch Mehrlenkerachsen bump steer erzeugen und zwar durch die im Vergleich deutlich größere Spurweitenänderung.
Fazit: Unsere Verbundlenkerachse mit Wattgestänge hat positive „Starrachs-Gene“, ohne Zweifel. Manche Kollegen stufen sie gerne scherzhaft als “einsechzehntelstarr” ein. Wir konnten im direkten Vergleich mit Mehrlenker-Konstruktionen weder virtuell noch auf dem Prüfstand noch auf der Straße einen herkunftsbedingten Nachteil ausmachen.



Am 28. Juli 2010 um 16:47 Uhr
Herrlich soviel kompetentes Fachwissen kurz+prägnant vorgetragen zu bekommen, auch wenn ich als Laie gewiss nicht alles sofort verstehe…;o)
Jetzt wäre ja gerade wegen dem Fazit dann noch die folgerichtige Konsequenz, dass die Autogazetten endlich/irgendwie (Doppel-)Blindtests einführen und nicht einfach+vorab aburteilen anhand von Marke X und Austattung/”minder aufwendigem” Fahrwerk y !(!!!)
Am 28. Juli 2010 um 17:48 Uhr
Sehr interessant! Da qualmt ja schon fast der Kopf wenn man sich das durchliest
Wird das Wattgestänge eigentlich auch bei anderen Serien eingebaut?? ( der Insignia hat es ja noch nicht, wie schautes mit dem Meriva aus ? bzw. bekommt das z.b. der Plattformähnliche Ampera ?? )
Am 28. Juli 2010 um 18:54 Uhr
Bisher nur der Astra-J ! Der Plattformbruder Chevrolet Cruze schon nicht und ich meine beim Ampera (bzw. Volt) auch nix gesehen zu haben.
Beim Zafira-C dafür dann wieder !
Am 28. Juli 2010 um 20:06 Uhr
Die Verlegung des Auspuffrohres ist ja auch schon wahre Kunst.
Am 29. Juli 2010 um 08:16 Uhr
@ didi thx!
schade das es der ampera scheinbar nicht bekommt, aber der hat wohl durch den großen akku eh nen tiefen Schwerpunkt, der macht das dadurch evtl. wieder weg
Wenns mit den Ampera aus finanzieller sicht nicht klappt wirds wohl dann ein Astra Twintop ( angeblich 2013 ) der wird dann wohl das Wattgestänge haben
Am 29. Juli 2010 um 11:07 Uhr
Bitte nicht steinigen, falls schon woanders erklärt.
Ist bei dieser Hinterachskonstruktion eigentlich ein Allradantrieb verwirklichbar? Man liest soviel unterschiedliches in deiversen Printmedien… .
Am 29. Juli 2010 um 11:28 Uhr
Der Chevy Orlando, der ja auf der gleichen Plattform steht, wurde mit Allrad angekündigt: http://en.wikipedia.org/wiki/Chevrolet_Orlando
Am 29. Juli 2010 um 18:15 Uhr
Naja, da muß man wohl auch mal noch abwarten, selbst wenn er womöglich noch vor dem Zafira-C kommt, sind da bisher auch keine wirklich verlässlichen offiz. Angaben zu bekannt.
Interessant(er) ist er aber insofern auch so schon, wenn er dann ähnlich der Captiva/Antara-Situation beim FOH steht !
Am 30. Juli 2010 um 00:03 Uhr
Danke für diesen interessanten Beitrag!
Er macht einmal mehr deutlich, wie unqualifiziert so einige “Fachbeiträge” der Motorpresse sind. Neulich las ich doch tatsächlich folgendes: “Im Gegensatz zum Golf bietet der neue Astra lediglich eine Verbundlenkerachse, die mit zwei zusätzlichen, simplen Qurstreben mehr Fahrstabilität bieten soll.” Brachialer kann man diese vielleicht einfach anmutende aber effiziente und geniale Lösung kaum zunichte schreiben.
Der Blick über den Tellerrand verrrät hier mal wieder einiges. Man lese mal Berichte in der Schweiz oder in GB. Da sieht die Welt ganz anders aus. Beispiel GB: “The new Astra’s driving Quality is even better than that of the Focus. And that means a lot.” Da sieht die Welt fernab der deutschen Lobbyisten doch gleich ganz anders aus… Und es ist wahr: Auch wenn der Focus nicht meins ist, seine Fahrqualität ist in der Tat super. Das nenne ich wahrhaftige Lorbeeren für den Astra. Diese Messlatte aus WOB… das langweilt doch mittlerweile ziemlich. Übrigens: den aktuellen Vergleich zw. neuem Touran, Zafira, Scenic und Verso in der AB:.. Braucht ihr nicht zu lesen. “Im Westen nichts Neues” …
Am 30. Juli 2010 um 00:06 Uhr
Einen hab ich noch: Der größte Witz neulich in der AB: Der große Komfort Test. Da wurde die gute alte “Göttin” als Reerenz herangezogen und mit aktuellen Modellen verglichen. Dabei kamen dann so Kuriositäten wie ein Vergleich zwischen u.a. S600 L, 750 IL, Opel Meriva B Golf 5.5 u.s.w. heraus… Also mal ehrlich, gibts Leute, die das lesen, bzw. ernst nehmen?
Am 30. Juli 2010 um 11:24 Uhr
@Lehmann – ernst nehmen werde ich es nicht, aber es ärgert einfach. Umso mehr, als in der AB zuvor die Federung und der Gesamtkomfort des Meriva mit zum Sieg in einem Van-Vergleich geführt haben. In der AB-Logik bleibend, müssten der Kia- und der Citroenvan also knüppelharte Fahrwerke aufweisen, welche bei Kleinkindern zum Verlust der Milchzähne und bei Senioren zum Verlust der Dritten führten…
Am 30. Juli 2010 um 15:57 Uhr
@Lehmann In der letzten auto motor und sport bekam der neue Touran im Einzeltest höchstpunktzahl sprich 5 Sterne das schaffte nicht mal die Mercedes R Klasse. Mal ganz ehrlich glaubt die Motorpresse allen ernstes das wir auf diesen Schwachsinn rein fallen. Uber den Kompfort vergleichtest der AB konnte ich übrigens nur den Kopf schütteln so einen Mist hab ich schon lang nicht mehr gelesen. Eigentlich sollte sich das nicht Motor Presse nennen sondern Volkswagen Presse!!! Ich hatte vor einiger Zeit mal vor der AB zu schreiben sie sollten doch keinen Volkswagen mehr zu testen sondern bei jedem Test einfach dazu schreiben “Wäre ein Fahrzeug der Volkswagen AG dabei gewesen hätte es selbstverständlich gewonnen weil alles was von VW ist spitze ist” ich habs dann aber gelassen warum weiß ich auch nicht vielleicht mach ichs noch.
Am 31. Juli 2010 um 17:03 Uhr
@ ralle: Jo, im Grunde, wie diese “Küren Sie Ihren eigenen Sieger”-Sparte: “Gewonnen hat in diesem Test Modell XY. Wenn Ihnen das nicht passt, denken SIe sich alles mit der Referenz aus Niedersachsen schön!”
Schreiben brauchste da nicht hin. Gegen diese Lobby ist kein Kraut gewachsen.
Am 1. August 2010 um 11:24 Uhr
@Lehmann Ich frage mich nur merkt die Motor Presse nicht das sie immer unglaubwürdiger wird oder meint man der Kunde ist gar so blind und kauft nur was im Test erster wird.
Am 1. August 2010 um 12:03 Uhr
Wenn die Auflage und Anzeigenschaltungen stimmen kann es ihnen relativ egal sein (!)
Am 1. August 2010 um 17:12 Uhr
So weit liegt das alles nicht daneben, was von der Motorpresse geschrieben wird. Zumindest nicht so weit wie es manchmal die aufgeschaukelte Gegen-Stimmung wirken lässt.
Am 1. August 2010 um 18:56 Uhr
ich hab nun aber noch mal eine andere Frage: Wenn man in den Simulationen und in praktischen Tests keine Unterschiede zw. Verbundlenker/Wattgestänge – Konfiguration und einer Mehrlenkerkonfiguration feststellen konnte… Warum dann doch Mehrlenkerkonstruktionen in den nächsthöheren Klassen? Mit Verlaub: Das Raumlenkerprinzip von Mercedes Benz, seit dem W201 1983 peux à peux in alle Klassen mit Heck- oder Allradantrieb eingezogen ist schon eine geniale Konstruktion. Und auch auf die Hinterachse des Insignia, die ja nun zweifelsohne eine Weiterentwicklung der des Vectra C ist ist man bei Ihnen im Hause doch mächtig stolz! Das Argument Allrad kann nicht das Einzige sein. Ansonsten könnte man ja auch, wie damals beim Vectra A für die Fronttrieblerversionen einen Verbundlenker à la Astra verbauen…
Am 1. August 2010 um 19:01 Uhr
@ sel220: die Motorpresse liegt immer da, wo sich am meisten Geld verdienen lässt. Und da ist WOB ganz groß im Geschäft. Bin gerade gestern auf der Travemünder Woche gewesen. Legt man Banner und Werbung zu Grunde: dann hat WOB das alles bezahlt. VOlkswagen Yacht Club, SpeeTDI Sailing Club, Eingangsbereich: “Das neue Grün ist jetzt Blau, willkommen auf der Travemünder Woche – Wolkswagen AG”
Am 2. August 2010 um 11:25 Uhr
Zum thema Presse und Volkswagen muß ich als alter Opelfahrer auch was los werden:
Wie bereits in dem Thread genannt, liegt die presse so weit nicht falsch. Die VW-Produkte sind zwar sehr nüchtern bis unemotional, leisten sich aber so gut wie keine Schwächen, auch wenn ausgeprägte Stärken fehlen. Denn gerade ausgeprägte Stärken – und damit Charakter – können auch negativ ausgelegt werden, z.B. sehr agiles Handling als unkomfortabel etc.
Darüber hinaus – trotz aller technischer Finessen, die Opel anbietet – wird die Modellpflege oftmals sehr reduziert angegangen.
Beim letzten Zafira-Facelift wurde zB der meistverkauften Motorisierung, dem 1.8XER mit 140PS, welchen ich selber auch fahre, kein 6-Gang-Getriebe vergönnt, soondern nur das MT-5. Wenn wenigstens der 5. Gang ein bissl, so 5-10% länger wäre, dann wär der Geräuschkomfort und der Verbrauch mit dem 1.4 TSI mit Sicherheit vergleichbarer. Hier wird dann zum Teil am falschen Ende gespart, und das rächt sich im direkten Vergleich.
Gerade eine Anpassung der Motor / Getriebekombinationen an die heutigen Erfordernisse würde manches Opel-Fahrzeug im Direktvergleich “more competitive” machen. Gerade im Antriebskapitel verlieren die meisten Opelprodukte wertvolle Punkte.
Am 2. August 2010 um 11:36 Uhr
Naja, es wird schon alles schöngeschrieben.
Schauen wir mal die letzte Überarbeitung der Nr. 1 in der Zulassungsstatistik an: Zu Anfang kein Xenon lieferbar. Kurvenlicht mit Nebelfunzel und TFL mit Standlicht, das kann sich sonst nur Dacia erlauben.
Das Fahrwerk ist mittlerweile eine Klasse schlechter als bei der Konkurrenz aus Köln und Rüsselsheim.
Das Infotainment steckt in einem Doppel-DIN Schacht und hat daher ein völlig falsch plaziertes Display (das konnte schon der Corsa B besser), außerdem ist die Bedienung durch Touchscreen nicht fahrtauglich. Daß das Display woanders hingehört, hat man ja bei den großen Audis schon kapiert.
Dann noch die sprichwörtliche Qualität der TSI-Motoren (Quietschen, Ausfälle usw.).
Objektiv ein schnell rausgerotztes und daher unausgegorenes Facelift, weil bei der Vorgeneration die Kosten davongelaufen sind.
Und dann gewinnt das Ding einen Sportwagentest gegen den BMW 135i, weil der Kofferraum variabler ist.
Am 2. August 2010 um 13:29 Uhr
@ Lehmann: Zwei Hirne, ein Gedanke – Michael Harders nächster Beitrag wird sich genau darum drehen.
Am 2. August 2010 um 14:18 Uhr
@ Rantanplan:
Ich stimme Dir 100%ig zu. Allerdings hat eben der Golf 5.5 (der neue Touran ist ja noch viel weniger ein neues Auto und der Passat Nachfolger wird auch kein nachfolger) durch sein emotionsloses Box-Design die bessere Raumausnutzung, ist damit etwas leichte rund erreicht damit bei 20PS weniger als der Astra identische (teils gar bessere) Fahrleistungen.
konnte das in unter 20 Sekunden.
Beim 100PS-Astra gibt Opel im Konfigurator eine Elsatizität 80-120 von 29.5 Sekunden an! Für ein 100PS-Kompaktklassefahrzeug ist das meiner Meinung nach völlig inakzeptabel und weit unterhalb dessen einzustufen, was in der Klasse state of the art ist. Selbst der 90PS Kia C’eed, mit dem ich vor 6 Wochen dienstlich im ITDC war
Am 2. August 2010 um 14:40 Uhr
Daß der Golf ein gutes Auto ist und gegenüber dem Astra auch Vorteile hat, wird wohl niemand bestreiten.
Mir ging es nur mal darum, Punkte anzusprechen, die in der einschlägigen Presse regelmäßig völlig unter den Tisch fallen.
Am 2. August 2010 um 14:44 Uhr
@ Mod. super! Danke! Ich finde das Thema einfach hochinteressant!
Am 2. August 2010 um 15:00 Uhr
Bessere Fahrleistungen, etwas geringerer Verbrauch, bessere Übersichtlichkeit, damit werden halt (leider) Vergleichstests gewonnen. Wie TFL realisiert oder ob überhaupt vorhanden, ist genauso, wie Vorhandensein von Kurvenlicht, (leider) nicht testentscheidend.
Am 2. August 2010 um 17:37 Uhr
@Lehmann – ein Gedanke vorneweg: Der FlexFix-Träger (der Name klingt allerdings eher nach einem Küchenmixer oder anderem -gerät…) braucht Platz vor und zwischen den Hinterrädern. Ich denke, dass in Rüsselsheim das mit einen Grund war, sich etwas Besonderes auszudenken. Ma waas es nedd, ma mungeld nur ….
Am 2. August 2010 um 17:38 Uhr
ein Grund
Am 2. August 2010 um 17:43 Uhr
Wie jetzt, was von “Lehmann” kommt zur Sprache in einem nächsten Beitrag, Fahrwerksvergleiche der unterschiedl. Aufbauprinzipien ?!?
Am 2. August 2010 um 17:47 Uhr
@JanChris: Naja, bei den (hinteren) Überhängen vom Insignia, wäre auch hier sicherlich noch ein FlexFix unterzubringen möglich gewesen, schätze ich mal…
Aber außer dem Fahrwerk ist da ja auch allerlei anderes verbaut + angedacht. Bzw. es bedingt ja wohl ähnlich beim Corsa, wohl auch beim Astra eines alternativen/anderen Bodenblechs (ohne Reserveradwanne)…
Am 2. August 2010 um 18:14 Uhr
@sel220 und Lotz Ich bestreite nicht das es bei Opel verbesserungsbedarf gibt. Aber die Presse macht unsinnige Tests zb. kann ich mich entsinnen das in der AB mal ein Golf GTI Fahrer den damals neuen Astra OPC getestet hat, er sagte wenn man zwischen den Zeilen lesen konnte, der Astra ist gut aber der Golf ist besser, das erste mal habe ich erlebt das es richtig böse Leserbriefe hagelte und auch zu recht denn wehe dem es wäre anders herum gewesen!!! Genauso wie dieser unsinnige Fahrwerkstest jetzt vor kurzem in der AB wo der neue Meriva mit der S-Klasse und der “Göttin” verglichen wurde. Es ist ja schon soweit das man nicht einmal die Zeitung lesen brauch um zu wissen wer Testsieger wird da würde ich mir als Redaktion schon mal ganz ernsthaft Gedanken machen. Ich hoffe diese Pro Volkswagen Meinung der Motor presse wird sich irgend wann einmal rächen, ich wünsche niemand etwas schlechtes aber man versucht seit JAHREN systematisch die Konkurenz (und damit meine ich nicht nur Opel) kaputt zu reden!!!
Am 2. August 2010 um 19:08 Uhr
Scheint bloß nix zu helfen!
Der Meriva z.B muss sich ja super verkaufen!
Und die komplette Dorfjugend fährt jetzt nicht mehr VW, sondern Opel (nagut Vectra B, Astra G), ihr wisst gar nicht was hier los ist…
mfg
Am 2. August 2010 um 19:48 Uhr
Dieser Fahrzeugklassen übergreifende Vergleich aus der AB, der hier immer wieder erregt aufgewärmt wird, ist doch noch das harmloseste ! Gerade der ist doch pure Unterhaltung und längstens nicht so engstirnig+ernst zu nehmen.
Da hat man halt mal ein bißchen Buntes zusammengewürfelt und tatsächlich auch den Opel Meriva mit dazu geholt, ist doch schon mal Anerkennung für sich !
Mit jeden 10-tsd-EUR mehr, darf man dann getrost auch “mehr Auto” erwarten und “das Auto” war hier dann ja auch nicht aus der gläsernen gekommen…;o)
Am 2. August 2010 um 22:17 Uhr
Ich sag mal der Astra J Kombi sieht echt Super aus.
Wenn der GTC wie ein echtes Coupe Aussieht ist die Prudukt Palette Perfekt. Dazu jetzt eine Frage an das Opel Team:
@Moderator
Da sich sehr viele Leute fragen ob es mal wieder ein Richtiges Coupe wie Astra G Coupe geben wird, Frage ich jetzt mal.
Wird es in naher Zukunft ein echtes Coupe auf 2/3 Türer form geben?
Ich meine jetzt nicht die Astra H GTC Version da es nie und nimmer ein Coupe ist eher ein Compakt Coupe!
Am 2. August 2010 um 23:18 Uhr
Den 3 Türer Polo hat man aber als Polo Coupé beworben…
mfg
Am 3. August 2010 um 00:08 Uhr
@Vaan: Du bist nicht der erste der fragt, spar´s dir hier und schau die erlkönigbilder an. für ein coupé wie zu “G”-Zeiten ist es bei der silouhette wohl kaum möglich (?)!!!
daher bleibt die insignia/buick regal variante abzuwarten…
@toby: gewiss, die vw-konformen autogazetten machen den blödsinn sogar mit, von wegen sportlichere Fensterlinie etc.
Am 3. August 2010 um 12:56 Uhr
@ JanChris: Hm, das macht vielleicht Sinn, baut die Konfiguration des Astra doch deutlich platzsparender. Für mich ist das eigentlich Interessante aber eher, dass der Eindruck entsteht, die Astra-Konfiguration bietet gegenüber div. und deutlich aufwändigeren anderen Mehrlenkerkonstruktionen keine Nachteile, sondern eher Vorteile. Mich interessiert, wie das zu verstehen ist. Um es mal ganz platt auszudrücken: Ich glaube kaum, dass Mehrlenkerkonstruktionen an der Hinterachse (laut ADAC ist die Hinterachse gerade in Bezug auf brenzlige Fahrsituationen der entscheidende Faktor) allein aus Imagegründen verbaut werden. Beispiel Ford Focus: Der hat hinten eine aufwändige Mehrlenkerkonstruktion und fährt sich in der Tat außerordentlich gut. Jetzt sagt die englische Motorpresse allerdings schon, dass die Fahrqualität des Vauxhall Astra noch einmal besser ist, als die des Focus… Na ja, warten wir mal ab, was Michael Harder dazu zu sagen hat.
Am 4. August 2010 um 18:27 Uhr
Hey Leute, schaut mal hier:
http://media.gm.com/content/media/de/de/news.brand_opel.html/
Kleiner Vorgeschmack auf den Pariser Autosalon 2010;)
Ich bin schon total auf die GTC Studie gespannt.
Gruß Basti
Am 4. August 2010 um 19:35 Uhr
@ Basti
Hab eben auf AB Bilder + Preisliste vom neuen Astra ST gesehen.
Das VW Blatt macht selbst bei einem Artikel über eine Astra ST Preisvorschau Werbung für den Golf Variant.
Einfach nur lächerlich !!!!!
Am 4. August 2010 um 20:03 Uhr
Dann schau besser ungefiltert/ungestört bei der Quelle selbst nach:
media.opel.de/content/media/de/de/news/news_detail.brand_opel.html/content/Pages/news/de/de/2010/OPEL/08_04_Astra_Sportstourer_Preis
Am 4. August 2010 um 21:38 Uhr
18.000€ sind für die kleinste Ausführung für den ST ganz schön viel….das sind 2.100€ mehr als der Fünftürer… Alle Achtung, anscheinend ist die Nachfrage nach diesem Modell so riesig, dass man sich für einen doch so hohen Preis entschieden hat… Wenn ich nicht irre, war der alte Caravan vom Astra keine 2.100€ teurer als der Fünftürer oder?
Am 4. August 2010 um 21:54 Uhr
@Timo
Für die 18T€ bekommst du aber den 100 PS Motor, bleibt noch 1100€ Differenz, die noch abzgl. Dachreling rund 100€. Also bleiben 1000€ ST-Aufschlag.
Am 4. August 2010 um 21:59 Uhr
@Timo
Habe gerade nochmal in einer alten Preisliste (H) nachgeschaut: da waren es auch schon 1000€ Differenz.
Am 4. August 2010 um 23:12 Uhr
@Kai
okay, hab vergessen, dass der 5T nur ne 90PS Maschine im Motorraum drin schlummern hat… Dann sei das ganze mal noch zu verschmerzen
Am 5. August 2010 um 00:36 Uhr
@ Kai
Selbst die 1100 € Mehrpreis sind schon eine stolze Ansage ,
der 100PS Basis-Motor dürfte wohl den ST Mehrgewicht geschuldet sein !
Warum bis Paris warten ,geht ja auch anders:
Wer im Kreis GG Lebt sollte mal die Augen offenhalten !
Konnte am Wochenende schon 3 Astra ST ,die Mitarbeiter Fahren sehen. Einen Astra Cosmo ST konnte ich mir in aller Ruhe auf den Parkplatz eines Einkaufzentrum anschauen !
Erster Eindruck Aussen Optik Hui , aber bei einen Blick in den Kofferraum der ohne Abdeckung frei einsehbar war !!!
Na was soll ich sagen als Fahrer aller Astra Caravan Modelle
seit Astra F ,war ich doch ziemlich Endtäuscht.
Insbesondere durch die Gerade Verkleidung der Radläufe gehen auf jeder Seite ca. 15 cm an Laderaum-Breite verloren !
Wer hiermit seiner 4 Köpfigen Familie in den Urlaub Fahren will muß sich aber Stark Einschränken !
Sorry aber dafür 1100 € Mehr ???
Am 5. August 2010 um 09:38 Uhr
Hallo,
hab einen Astra G Caravan mit (2 Erw. + 2 Kinder) und fahre mit Dachbox (320 Liter, gibts bei ATU für 150 Euro) zum Campen in den Urlaub. Alles dabei: Tunnelzelt, Tische, Vorratsschrank, Stühle usw. Wem das nicht reicht, sollte zuhause bleiben und auf dem Balkon Urlaub machen. Unter dem Jahr reicht der Kofferraum locker. Somit werde ich auch mit meinem NEUNEN Astra J ST zurechtkommen !!!
Am 5. August 2010 um 14:14 Uhr
@Eco Driver:
So viel mehr wird der ST gegenüber dem 5-türer nicht wiegen, dass es durch den nächst-größeren Motor ausgeglichen werden muss. Es wird eher am im Durchschnitt unterschiedlichen Fahrprofil der Varianten liegen. Der ST ist sicherlich im Schnitt mehr beladen und öfter auf Landstaße und Autobahn.
Am 5. August 2010 um 15:10 Uhr
1393 kg steht in der Preis-/Techn.-Datenliste.
Beim 5-T zuvor 1373 kg. Naja, i.d. Praxis bleib davon ja nicht viel…
Am 5. August 2010 um 15:15 Uhr
Freilich ist es heute usus, mit gerader Seitenverkleidung hier kein “unwirtlich” zerklüftetes Interieur darzubieten.
Ich meine aber trotzdem dürfte der ST für den Alltag ausreichend sein !
Zu meiner Kindheit ging das mit quengelndem Brüderchen auch im Kadett-B Caravan, 2-türer, 1.0 5o PS, auf schwitziger Plastiksitzbank + Römer-Fangtisch.
Am 5. August 2010 um 15:18 Uhr
Opel gibt ab heute für alle neuen Autos LEBENSLAGE Garantie OHNE Aufpreis. Unglaublich !!! Das schlägt ein wie einen BOMBE !!! Genial, das ist die Nachricht des Jahres !!!
http://www.autobild.de/artikel/lebenslange-garantie-bei-opel_122...
Am 5. August 2010 um 15:25 Uhr
Ich schweife mal kurz ab:
Was lese ich da heute in unserer WAZ? Opel soll angeblich eine lebenslange Garantie für die Fahrzeuge planen. Diese würde für die gesamte Zulassungszeit beim Erstbesitzer!!! gelten.
Für mich eine gute Idee. Eine Garantie ist ja sowieso an die Inspektionen gebunden. Mit einer langen Garantie kommen die Kunden sicherlich häufiger in die Werkstatt.
Wenn die Sache so kommt, dann hätte man das medienwirksam schon bei der Einführung des Insignia machen sollen. So hätte man den “Neubeginn” bei Opel besser presentiert. Obwohl: Nach der GM-Krise gibt es für Opel ja mittlerweile einen weiteren Neubeginn.
Am 5. August 2010 um 15:54 Uhr
Joh, das hätte man damit schon bringen sollen, Vertauensvorschuß sozusagen. Mehr Infos von Opel bereits hier…
http://www.opel.de/res/download/pdf/Lebenslange_Garantie.pdf
Am 5. August 2010 um 16:48 Uhr
@ A.H.
Ist ja ein Hammer Tip mit der Dachbox ! Vielleicht mal beim Astra Marketing vorstellen um den Neuen Schrumpf Kombi besser Vermarkten zu können !!!
Zu Das schlägt ein wie einen BOMBE !!!
Das Opel seit 2005 bis 2009 insgesamt ” 400.000 ” Halter anschreiben mußte um Technische Probleme zu beheben !
Wurde erst durch eine Anfrage der Grünen im Bundestag Publik !
Opel ist damit der Hersteller mit den meisten Rückrufen !
Soviel zu Öffentlichkeits Arbeit und Vertauensvorschuß .
Am 5. August 2010 um 17:02 Uhr
@didi: Danke für den Link.
Wusste nicht, dass es schon offiziell ist. Hört sich jetzt auch nicht soooo sensationell an. Kann man denn nicht auf die Paar-Euro-fünfzig pro Jahr verzichten, “serienmäßig” klingt viel besser. Außerdem hätte die km-Grenze auf 200.000 gesetzt werden müssen, klingt auch besser.
Am 5. August 2010 um 19:15 Uhr
@sel220
Ist doch für alle eine Verbesserung. Was beschwert Ihr euch ?
Das gibt’s sonst bei keinem Hersteller !!! Außer vielleich KIA, die aber nach 7 Jahren eh “abgenudelt” sind und keiner mehr gebraucht haben will (außer Studenten im 15 Semester ohne Vordiplom und noch wenig Taschengeld von Papi) !!!
Am 5. August 2010 um 19:53 Uhr
@A.H.
So toll ich das auch finde, an ein paar Haaren in der Suppe kann ich nicht vorbeisehen. Landläufig verstehen viele unter Garantie die gesetzliche Gewährleistung. Anders als bei der sind bei Opel gestaffelt Anteile vom Preis der Ersatzteile, die bei dieser Garantie verbaut werden, zu zahlen.
Und in den 11,90 ab dem 3. Jahr sehe ich einen geringen, aber sehr wohl vorhandenen Aufpreis.
Am 5. August 2010 um 23:12 Uhr
joh, da steckt schon genug kalkül dahinter wie überall in der versicherungswirtschaft, viel mathematik.
aber die 11.90 EUR hätten sie wahrlich auch noch anderweitig “wegbuchen” können !
Am 6. August 2010 um 10:06 Uhr
VW hat mit dem Golf 5 eine Qualität vorgelegt, Spaltmaße usw., wo Opel nachziehen muss(te).
Ich vermute mal um Kosten zu sparen wurde die Entwicklung der Achse angeschoben.
Wie gut die auch funktionieren mag, wenn ich mir die Auspuffführung anschaue… ist schon hart was so “entwickelt” wird.
Komfort usw. muss dem Kunden halt entsprechend vermittelt/präsentiert werden, ob er es nun “spürt” oder nicht…
Klarer Vorteil dieser Konstruktion dürfte aber die Lebensdauer sein! Audi kämpft seit Jahren mit verschlissenen Fahrwerksbuchsen, selbst die patentierten HD-Meyle Austauschteile sind nicht ausreichend.
Apropro Garantie, ich bin gespannt wie es in 20-25 Jahren wird wenn man mit seinem Opel Bj 2010 angerollt kommt, 100tkm runter… Das wird äusserst Interessant!
Am 6. August 2010 um 10:14 Uhr
Wer fährt denn nur 5-tkm/a ?!? Da ist ÖPNV + Taxi günstiger !
In 25 Jahren jedoch was an der Elektronik getauscht zu bekommen wird aber wahrlich (finanz.) “interessant” !
Das bekommen jetzt schon alte Flaggschiffe der 80er-Generation zu spüren…
Am 6. August 2010 um 10:20 Uhr
Astra TT als Sommerauto, wenn das Wechselkennzeichen kommt… durchaus möglich. Speedster/GT ähnliche Fahrzeuge gibt es ja aktuell nicht… aber wenn ich an ältere Mensche denken die sich mit 50 einen Neuwagen kaufen und dann immer weniger fahren.
Man findet ja immer wieder solche Auto’s die 10-15 Jahre nur zum Einkaufen am WE rausgeholt wurden. 40-50tkm Laufleistung, Garage usw. hauptsächlich Standschäden, dass alles auf Garantie.
Selbstverständlich ist das nicht der Hauptteil der Fahrzeuge, aber bei diesen wird es sehr sehr interessant werden.
Am 6. August 2010 um 11:01 Uhr
@Maddin,
ich denke mal, dass Opel da ne Mischkalkulation gemacht haben wird, wie es so üblich ist. Ich denke mal, dass die meisten diese 11,60€ zahlen und kaum Reparaturen haben – hinzu kommt, dass die Frage ist, wie sich die Materialkosten entwickeln, denn darüber könnte man sogar noch etwas Gewinn heraus scheffeln. Hinzu kommt, dass man, um die Garantie zu nutzen, immer zur Wartung zum Fachhändler muss. Dadurch sichert man sich natürlich auch Werkstattkunden und auch Umsatz, denn Wartung ist nicht kostenfrei.
Also im Großen und Ganzen denke ich, dass, wie didi schon sagte, das ganze gut durch kalkuliert ist und weitere Gewinne auf lange Zeit abwerfen könnte. Denn sind wir mal ehrlich, die typischen Montagsautos sind doch wahrlich eine Seltenheit, man hört nur immer davon, weil Leute, die zufrieden sind, selten etwas gutes im Netz veröffentlichen, was eigentlich schade ist
Am 6. August 2010 um 11:10 Uhr
Ja, da wird schon genügend “gerechnet” worden sein im Hintergrund. Bin gespannt was die 5% Kunden mit den Auto’s so alles anstellen, also die die Wagen bewusst nicht normalen Fahrzuständen und Bedingungen aussetzen (Bordsteinheizer, Autobahn-Junkies usw.)
Am 6. August 2010 um 11:14 Uhr
Ich glaub ich hab schon den Haken gefunden
“Der Garantieanspruch ist auf den Zeitwert des Fahrzeuges zum Eintritt des Garantiefalles begrenzt.”
Ersatzteilpreise werden also für Altfahrzeuge bewusst ansteigen – damit die Garantie weg ist, man die Lagerkosten usw. noch reinholen kann oder es werden Ersatzteile erst auf “erhöhter” Nachfrage zum entsprechenden Preis “Just in Time” gefertigt.
Also für den aufmerksamen Kunden alles beim Alten.
Am 6. August 2010 um 13:23 Uhr
@ Timo
Du hast es Richtig erkannt der Knackpunkt ist das man immer zur Wartung zum “Opel Fachhändler” muss,um die Garantie zu erhalten .
Hatte mich als Endkunde der Aktuell 3 Opel Fährt schon auf die Billig Inspektion bei ATU und Co gefreud, insbesondere nach Inspektions Terminen bei meiner Opel Werkstatt wen ich die Rechnung bekommen habe z.b Astra H kleine Insp. ca.300 € und große Insp. 420 € ohne Extra Arbeiten !!! Und die werden Garantiert nicht Billiger Dank der neue ” Kundenbindung”!!!
Also Nix mit der Neue EU Reglung das jede Werkstatt die Inspektion machen darf ,wenn man die neue Lebenslange Garantie haben will !!!
Das dies neue Garantie Programm zufällig veröffenlicht wir ,
2 Tage nach bekanntwerden der Rückruf-Zahlen :
Das Opel seit 2005 bis 2009 insgesamt ” 400.000 ” Halter anschreiben mußte um Technische Probleme zu beheben !
Opel ist damit der Hersteller mit den meisten Rückrufen !
Soviel zu Clevere Öffentlichkeits Arbeit der Marketing Leute.
Am 6. August 2010 um 20:29 Uhr
@ Eco Driver
Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast!
Ich will nicht bestreiten, dass Opel in der Rückrufstatistik des KBA keine gute Figur macht. Aber man sollte die Zahlen schon etwas hinterfragen. Audi auf Platz 2 hat z.B. kaum weniger betroffene Fahrzeuge, aber wesentlich geringere Zulassungszahlen. Relativ gesehen ist damit Audi schlechter. Da mir die Bestandszahlen der Hersteller gerade nicht vorliegen, habe ich mal die Neuzulassungen 2009 des KBA benutzt um das Verhältnis vom Rückruf betroffene Fahrzeuge zu den Zulassungszahlen auszurechnen. Da landet Opel auf Platz 21 (Platz 1 ist schlechtester) und damit im besseren Drittel. Aber solche Zahlen sagen überhaupt nichts darüber aus, wie schwerwiegend der Rückruf war und ob ein Hersteller bei Kleinigkeiten lieber von selbst gleich zurück ruft um auf Nummer sicher zu gehen oder erst vom KBA nach Unfällen gedrängt werden muss.
Am 11. August 2010 um 09:40 Uhr
@ Maddin: Nun, einer meiner Freunde ist seit 25 Jahren Chef seiner VW-Vertragswerkstatt. Er sagt, dass die Qualität bei Volkswagen seit der Einführung des T5, Golf 5, VW Touran und Konsorten, so massiv nachgelassen hat, dass seine Kunden aus Golf 3 und 4 Zeiten durchaus massiv enttäuscht waren und sind.
Das kannst mir nun glauben, oder es sein lassen: Er sagt mittlerweile: “Früher hätte ich keinen Heller und Pfennig auf Opel gesetzt, schaue ich mir die Fahrzeuge heute an, würde ich am liebsten wechseln.” Folgene Tipps von seiner Seite (hatte ihn gerade gestern hier und von meinem LiMa-Disaster im Urlaub erzählt): Keinen T5 kaufen, sondern die allerletzten T4, Finger weg vom neuen Touran, lieber noch 1,5 Jahre warten (erste technische Mängel werden schon reklamiert), die Vierlenkerachsen des Passat B4 machen nach wie vor größte Probleme (über 40 Gelenke), massivste Probleme mit den TDI’s, da die Turbos sehr anfällig sind. Dienstfahrzeuge der Polizei stehen eigentlich fast nur bei ihm, da die Motoren der sofortogen Belastung nach dem Kaltstart nicht standhalten.
Ich habe mich bei ihm ziemlich über die seit einigen Monaten auftretenden Probleme mit meinem Astra H ausgelassen (LiMa, AGR, Traggelenk, Spurstangenköpfe…120.000 km) Er: “Sei gestrost, da wärest du bei uns, würdest du dich über den Golf genauso ärgern.”
Also wirklich, dieser Quatsch, von wegen Maßstab. Allein schon, was meinst du, wie viele Zuliefererteile aus den gleichen Häusern kommen. Und siehe M. Harderin seinem Beitrag “Respekt Herr Kollege”: Gemeinsame Fachtagungen – bei aller Konkurrenz.
ZUr Hinterachse des Astra: Da gab es hier ja nun auch schon Beiträge. Man sollte diese Konstruktion nicht auf alleinige höhere Haltbarkeit herunterspielen.
Ich lönnte noch weiter machen: Mein Schwager arbeitet bei Audi. Der könnte so einiges erzählen (insbesondere Fahrwerksprobnleme und Probleme mit den TFSI Motoren) Alle köcheln sie mit Wasser.
Am 11. August 2010 um 10:41 Uhr
Jepp !
Gerade mit ihren irrwitzig aufwendigen Fahrwerken, Mehrfachlenkern, schön leicht aus Alu, im rauen Alltag (Bordsteine) oder auch gewohnt-getauscht zu werden (im Rennalltag/Boxenstopp), hat der Normalsterbliche damit nur mehr Sorgen als Nutzen von !!!
Am 11. August 2010 um 14:01 Uhr
Probleme bei Achsen sind ja leider “normal”, siehe Audi… wie ich schonmal schrieb, selbst die patentierten HD-Repsätze halten nicht sehr lange.
Da scheint noch Handlungsbedarf aus Kundensicht zu bestehen – aus Herstellersicht vermutlich weniger sonst wären solche Probleme nicht seit Jahren aktuell.
Zur Qualität, es mag richtig sein das es an einigen Bauteile Probleme gibt – für mich klingt das nach Zulieferteilen. Jedoch beziehe ich mich auf Spaltmaße, Lack etc., also im Karosseriebereich.
Am 11. August 2010 um 14:44 Uhr
@ Maddin: Sorry, aber da sehe ich in der Tat keine Unterschiede (mehr). Ferner: was soll dieser hohe Qualitätseindruck (ist wichtig, keine Frage), wenns darunter hapert? Qualität bezieht sich nicht nur auf das Sichtbare. Sie muss ganzheitlich sein. Und da ist Opel mittlerweile wieder ganz weit vorne dabei: Der Corsa ist Dekra-Meister, Der Meriva A ist TÜV-Meister u.s.w. …
Zum Stichwort Zuliefererteile: Die werden vom Autohersteller ZUSAMMEN mit dem Zulieferer entwickelt. Der Autohersteller gibt die Qualitätsvorgaben. Ich weiß aber aus Audi-Kreisen, dass der Einkauf die Zulieferer quasi melkt, als wären sie eine Eier legende Wollmichsau: Am besten Alles für möglichst nichts. Kein Wunder, dass dann die Qualität leidet. Und dann wird beim Kunden preislich auch noch zugeschlagen. Kein Wunder, dass ein Rekordergebnis nach dem anderen eingefahren wird. Diese Philosophie hat Opel bereits hinter sich. Der große Vorteil an Audi, VW und Co. ist das nach wie vor immer noch gute Image. Die könnten, etwas übrspitzt, auch einen Toaster auf Räder stellen und würden damit einen Strom der Begeisterung auslösen. PR und Marketing…Das ist ein ganz großes und auch erfolgreiches Steckenpferd. Und hier hat Opel in der Tat ganz viel noch nicht verstanden. Da ist es nämlich umgekehrt. Die könnten auch ein Auto à la Maybach, nur noch besser auf die Räder stellen…. Dann heißts wieder: “Hm nnnjaaaa, da steckt ja GM mit drin und die ganzen Probleme, die die hatten. Früher rosteten die so…” Da wird gleich ne andere Messlatte angelegt. Kaum hätte ne Fliege vor Auslieferung auf die Felge geschi… :”War doch klar, luschige Qualitätskontrolle… ist halt’n Opel”
Am 11. August 2010 um 15:10 Uhr
Lopez-Effekt halt… hehe… stimmt schon, Statistiken hin oder her, wer einen A6 kaufen möchte interessiert es nicht was mit dem Corsa ist. Da muss der Insignia zeigen “was” er kann.
Zumal man sich ja auch eher die negativen Beispiele merkt, siehe Toyota… wobei das ja wieder was “anderes” ist.
Ob Opel was gelernt hat kann ich nicht beurteilen
Wie gesagt bei den Fahrwerken haben selbst die patentierten HD Zubehörteile keine Besserung auf Dauer gebracht, es ist also nicht nur der Herstellerschuld. Entweder fehlen die Materialien oder man kann die Belastung nicht ausreichend vorab “erfassen”…
Wie auch immer, da stecken (hoffentlich) ausreichend schlaue Köpfe hinter den Sachen – da wird das schon “gut” sein, wobei sich der Sinn dieser, wie auch anderer Konstruktionen, mir nicht erschließen möchte – aber eventuell ändert sich das noch.
Am 11. August 2010 um 17:10 Uhr
@Lehmann Um das Thema Werbung von Opel mal ganz kurz mal anzuschneiden, hast du die neue Opel Werbung mit der Lebenslangen Garantie gesehen? Die ist doch mal recht gut gemacht oder?
Am 11. August 2010 um 17:26 Uhr
@ Ralle, nee, die habe ich noch nicht gesehen. Wenn’s mir mal auffällt, dann werde ich an deinen Kommentar denken
Am 15. September 2010 um 16:31 Uhr
Herr Harder, danke für Ihre Erklärungen. Schön, dass Opel hier sehr offen ist.
Ein Zitat würde ich gern näher hinterfragen:
“Merke: Für gleiche Fahrdynamik-Ergebnisse muss der Stabi im Mehrlenker-Auto die gleiche Rollrate generieren wie das Querprofil eines Fahrzeugs mit Verbundlenkerachse. Das bedeutet auch, dass die wechselseitige Beeinflussung der Räder bei asymmetrischem Einfedern, dem so genannten Kopierverhalten, identisch ist.”
Prinzipiell richtig, dass die gleiche effektive Rollrate entstehen muss, allerdings ist der Stabi bei einer Mehrlenkerachse generell nicht radführend ausgelegt und liefert radseitig nur eine zusätzliche Steifigkeit, während beim Verbundlenker das Querprofil (und Stabi) fest mit dem Längslenker verbunden ist und somit die Radführung beeinflusst.
Daher kann man das nicht ganz so einfach vergleichen. Oder?
Grüße
Ingo
Am 12. September 2011 um 17:09 Uhr
Verbundlenker mit Wattgestänge. Das hat Magna Steyr für eine Hinterachse mal probiert, aber ging nicht in Serie. Glückwunsch an Opel zur Erfolgreichen Umsetzung – die Packager hatten wohl ihre Freude daran
Am 12. September 2011 um 19:08 Uhr
@ Bort
Zu Verbundlenker mit Wattgestänge,die Packager hatten wohl ihre Freude daran :
Tja die Vollwertige Ersatzradmulde blieb dabei leider auf der Strecke !
Was bei den LPG Version ,wen Sie denn Überhaupt mal im Astra oder Meriva kommen ,leider Kofferraum verlust bedeutet !
Auch der Aufwendige Endschalldämpfer beim Astra J ,wird wohl zukünftig den Ausstausch verteuern !
Auch hat diese Hinterachse ihren Anteil an dem oft beklagten Mehrgewicht beim Astra .
Am 12. September 2011 um 19:22 Uhr
wie bitte ?!?
Die Ersatzradmulde ist doch im Konflikt mit dem FlexFix, soweit mir bisher bekannt bei Meriva + Corsa.
Gewiss denn unabh. davon und auch dem Wattgestänge, wäre die LPG-Variante dann mit einem Tank in eben dieser Ersatzradmulde bestückt.
Diese Hinterachskonstruktion ist eben gerade nicht so im Mehrgewicht bedeutend, wie die aufwendigeren Mehrlenkerachsen der Kontrahenten !
Für das immer wieder propagierte 3-stellige kg-Mehrgewicht von Insignia, Meriva und Astra ggü Wettbewerbern sind ganz andere Defizite zu beklagen…(!)