Auto-Fans fachsimpeln gerne über Verbrauch und Drehmoment, Design und Sitzkomfort, Straßenlage und Bremsvermögen. Als nicht ganz so prickelnd gelten die Themen Reparaturkosten und Versicherungseinstufung. Dabei dreht sich im „richtigen Leben“ sehr viel eben darum. Immer wieder hört man vom bösen Erwachen: Da zieht der Kunde von Händler zu Händler, wählt nach vielen Vergleichen das vermeintlich attraktivste Angebot aus – und lässt dabei leider die Versicherungsprämie außer Acht. Ganz zu schweigen von den Reparaturkosten, die bereits ein scheinbar harmloser Parkplatz-Rempler nach sich zieht.

Opel nimmt dieses Themenfeld traditionell sehr ernst. Unser Team vom Bereich Service Engineering hat von der Entwicklungsstunde Null an darauf hingearbeitet, dem neuen Astra mit intelligenten Konstruktionsdetails zum „Best in Class“-Titel zu verhelfen. Konsequentes Noch-besser-Machen lautete dabei die Devise, sind wir doch bereits mit der Reparaturfreundlichkeit des jetzigen Astra im Segment ganz vorn dabei.

Im Juli schlägt die Stunde der Wahrheit. Dann nämlich stufen unter anderem die Experten vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) unseren Schützling in die Vollkasko-Typklassen ein. Wenn alles so läuft, wie wir uns das nach jahrelanger Forschung, Entwicklung, Berechnung, Simulation, Prüfung – und natürlich auch echten Crashtests – vorstellen, wird der neue Astra in der Kompaktklasse Maßstäbe setzen. Wir sollten mit den verschiedenen Motorvarianten in der von 10 bis 34 reichenden Skala einen sehr niedrigen Rang einnehmen. Dem Astra-Besitzer bringt das eine spürbare Budget-Entlastung.

Wie wir das gemacht haben, werde ich hier im Blog noch genauer erläutern.

Jürgen E. Peitz mit Prototyp des neuen Opel Astra Prototyp des neuen Opel Astra im Bereich Fahrzeugsicherheit

14 Reaktionen zu “Kaskoklassenkampf: Die Stunde der Wahrheit naht”

  1. Marcus

    Ich möchte die Gelegenheit nutzen und einige features nennen, die der neue Astra, im Gegensatz zum Astra H, haben sollte: Eine Rückfahrkamera wie der Golf sie schon hat, eine Haifischflossen-Antenne wie der Insignia, eine Bremsbelag-Verschleissanzeige im Bordcomputer (bitte nie wieder ein billiges Kratzblech!), die Option zur automatischen Verriegelung der Türen bei einer bestimmten Fahrtgeschwindigkeit (gab’s ja am Anfang der H-Serie). Vielleicht kann man diese Ausstattungsmerkmale ja noch einbauen? :-)

  2. didi

    Mal zum eigentlichen Thema (!), ja super Herr PEITZ für ihre Darbietung, das Thema ist wirklich sehr INTERESSANT und leider unterschätzt (!). Bitte sehr gerne mehr zu den konstruktiven Details um auf “SMART”-Niveau zu kommen…!!!!…;o)
    Um es beim Autokauf evtl. auch dem etwas Lackglanz-geblendeten Käufer zu erschließen, wäre ein Label, ähnl. dem Energie-Label (Klasse: A-…), an der Windschutzscheibe aufgestellt/beworben, evtl. nicht verkehrt ?!

    PS: Beim INSIGNIA ST hätte mich dieses Thema auch schon sehr gereizt !!!
    Zumal hier (offensichtlich/für Laien wie mich) Design Vorang vor Funktion (Koff.-Volumen, überlange Einladetiefe,…) hatte. Im Unfall es womöglich auch wenig(er als möglich) günstig zu gehen würde beim Heckcrash (sehr bündiger Abschluß Heckklappe/Stoßfänger)…

  3. grisu

    @didi zum Thema Insignia Sports Tourer

    Beim Insignia ST ist der untere, nach außen hin sichtbare Teil der Heckklappe aus Kunststoff gefertigt und dient beim Unfall als sogenanntes “Opferteil”. Somit wird vermieden, dass z. B. bei Auffahrunfällen mit niedriger Geschwindigkeit die teurere “eigentliche” Heckklappe aus Stahl in Mitleidenschaft gezogen wird.

  4. didi

    Das will ich mal hoffen…
    Nicht das hier die Anstoßkräfte gleich ins (Dach-) Scharnier eingeleitet werden etc…
    Wobei da oben sieht man auch bei der Rohkarosse/Werksführung die starke Verstrebung !

  5. Herbert

    Ausgesprochen interessant. Und sicher ein markanter Aspekt beim Schnüren eines stimmigen Gesamtpaketes! Danke für diesen Beitrag

  6. Herbert

    Mir ist mal vor ca. 7 Jahren an einer roten Ampel jemand in meinen Corsa C gerollt. Der Aufprall war vielleicht mit ca. 5 – 8 km/h. Außer einem Kratzer am unlackierten Teil des Stoßfängers war auch nach einer Untersuchung durch den Fachmann nichts zu entdecken. Das war wirklich sehr gut.
    Auch mein aktueller Astra H musste im Großstadtverkehr schon diesen und jenen Rempler wegstecken. Jedes Mal ohne schlimme Folgeschäden. Es reichte immer der Lackdoktor vom FOH. Wobei man hier vielleicht die fehlenden Rammschuztleisten an den Stoßfängern kritisieren könnte. Gäbe es da austauschbare Elemente, müsste der Lackdok gar nicht ran.

  7. ralle

    @Herbert Mir ist vor 3 Jahren mal ein Peugeot an einer Kreuzung ziemlich langsam auf meinen Vectra C gerollt ersteinmal war nichts zu sehen aber später musste ich mit entsetzen feststellen das die Stoßstange leicht reingedrückt war.

  8. hellas

    die vorstellung fand in den räumlichkeiten von “goldpfeil” (sind ja lange insolvent :) ). hätte man das gewusst, dann wäre man sicherlich schnell dahin

  9. hellas

    sry falscher thread

  10. Tobias

    wi ist es denn ausgegangen?

  11. Edgar

    Wie Herbert schon sagte, ist es schade, dass es keine Stoß-/ Rammschutzleisten mehr gibt. Für die “Reparaturfreundlichkeit” wäre es auch gut, wenn man nicht immer ein komplettes Bauteil kaufen müsste bei nur einer defekten Teilkomponente.

  12. didi

    Na, hier sollte doch noch was technisch-erläutertes kommen…?!?

  13. Jürgen E. Peitz

    @ Edgar und Herbert: Die so genannten Stoß- und Rammleisten werden von der Kundenmehrheit leider nicht angenommen. Das stellten und stellen nicht nur unsere Marktforscher, sondern ganz offensichtlich auch die der Wettbewerber fest. Vor diesem Hintergrund gehen mir gegenüber den Designern, die natürlich durchgehende Flächen in Wagenfarbe bevorzugen, die Argumente aus. Statt aber die Kunden nach Parkremplern in die Kostenfalle laufen zu lassen, haben wir für unsere Servicebetriebe Methoden zur abschnittsweisen Lackierung und zur bedarfsgerechten Kunststoffteile-Reparatur weiterentwickelt. Außerdem bieten wir gefährdete Komponenten in Ersatz-Einzelteilen an. Beispiel: Der obere Kühlergrill ist für den neuen Astra komplett bestellbar – oder eben in Details bis hin zum Opel-Blitz.

  14. didi

    typklassen.de hat den “astra-j” von 5 auf 8 motoren in seinen tabellen erweitert !
    Jetzt auch der 1.4, 1.4 T und 1.3 dabei !

Einen Kommentar schreiben