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Michael Harder - 4. Juni 2009
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Wir als Fahrwerk-Entwickler sind daran gewöhnt, dass nicht immer das drin ist, was draufsteht. Ich meine unsere Technologieträger, die so genannten Mules. Außenhaut und Interieur des Vectra C sind hier mit den maßgeblichen Architekturbauteilen des neuen Astra verbunden. Dazu gehören neben Karosseriestruktur, Unterboden, Motor, Getriebe und Teilen der Fahrzeugelektrik vor allem die Fahrwerksysteme Bremsen, Lenkung, Dämpfung, Reifen sowie Vorder- und Hinterachse. Und mit solchen Testfahrzeugen werden Funktions- und Dauerhaltbarkeitsprüfungen durchgeführt. Dazu später mehr.
Zunächst noch was zum Begriff mule, englisch für Maultier. Nun, Maultiere sind als gelungener Mix aus zwei Arten laut Wikipedia gutmütig, geradlinig und sehr belastbar – wie unsere Testautos. In puncto „hohe Lebenserwartung“ allerdings können unsere Mules mit den lebendigen Maultieren nicht mithalten. So wandert der abgebildete Vierrädrer bald zusammen mit seinen Artgenossen in die Schrottpresse – ohne Abwrackprämie.



Am 4. Juni 2009 um 11:10 Uhr
Interessante Sache. Hätte nicht gedacht, dass an den Mules bereits so viel vom neuen Auto beinhalten. Finde ich trotzdem irgendwie schwer vorstellbar, wie die technik vom neuen mit der Karosserie des Alten harmoniert. Im Grunde ist solch ein Mule ja anscheinend bereits der neue, nur eben mit der Außenhaut des alten. Aber wie passt da die Außenhaut des alten auf den neuen? Denke mal sowas sieht man dann erst im direkten Vergleich auf Bilder zur Basisversion des Alten.
Wo ich mich jetzt aber gewundert habe ist, dass dieser Mule dann verschrottet wird. Kann man ihn nicht noch für andere Zwecke missbrauchen?
Am 4. Juni 2009 um 11:57 Uhr
@Michael Harder Was mich interessiert gibt es eine Art Sonderzulassung für Mules oder welche Kriterien müssen erfüllt werden um das Auto zulassen zu können?
Am 4. Juni 2009 um 15:53 Uhr
@ Dany: ich habs so verstanden, dass die Mules nach den Tests derart stark beansprucht sind, dass sie verschrittet werden müssen.
Mich bewegt noch eine ganz ndere Frage: rein physikalisch betrachtet müsste sich doch ein Astra im Vectra C-Pelz in gewissen Situationen anders verhalten (nicht exakt der gleiche Schwerpunkt, andere Außenabmessungen, andere Gewichtsverteilung, anderes Gewicht, ect.). Oder geht es bei den Validierungen mit Mules erst mal ausschließlich um Belastungstests, Haltbarkeitstests u.s.w.
Am 4. Juni 2009 um 20:38 Uhr
@Dany: Gerade weil ja der Neue (Astra) größer ist, passt es ja auch nicht bei den Mule (eine Astra-H-Karosse zu nehmen), bzw. kommt die größere Vectra-C Karosse zum überstülpen in Verwendung !
Ansonsten hätte ich aber auch wie Herbert/ralle noch nachgehakt, wie es sich mit den Mule im spez. verhält.
Zulassung/Sicherheit/Einzelabnahme als was…?!?
Bzw., eine 4-T Vectra-C-Karosse dann fahrphysikal. nur konform zu einer ähnl. 4-T Astra-I-Karosse später ?!?
Am 4. Juni 2009 um 21:12 Uhr
Die Motorhaube scheint wohl vom Astra H zu sein!?
Am 4. Juni 2009 um 21:42 Uhr
Joh, und zeigt letztlich mit den prov. (schwarzen) Anbauten vorn, was heutzutage an Passivem/Fußgängerschutz noch vorgebaut werden muß…
Am 7. Juni 2009 um 18:01 Uhr
@ didi: A.R. Gläser erzälte mal, dass die Ings auch Vectra C-Karossen auseinandergesägt, um 10 cm verlängert und wieder zusammengesetzt haben, um das Fahrwerk der Epsilon-Plattform zu testen. ALso mit de Größe hat es wohl nicht nur etwas zu tun. WOhl auch mit dem “Wiedererkennungswert”, der möglichst gering sein soll.
Am 7. Juni 2009 um 19:19 Uhr
Gewiss, für die Epsilon-II-Plattform (also den Insignia) waren solche Verlängerungen auch zweckmäßig zum passenden überstülpen.
Wie auch derzeit Passat-Mule an der B-Säule verlängert herumfahren, für den Nachfolger…
Oder die alte Fiat Bravo-Karosse, verkürzt, der Corsa/GrandePunto-Plattform dienlich war…
Ein zersägter alter Cinquecento den damaligen Smart abtarnte…
Am 9. Juni 2009 um 17:18 Uhr
@ ralle und didi: Die Mules sind als Erprobungsfahrzeuge deklariert und müssen einzeln abgenommen werden. Das läuft in der Praxis allerdings weniger aufwändig als vielleicht vermutet. Schließlich haben wir da genauso wie die Vertreter der technischen Prüforganisationen, die uns regelmäßig besuchen, eine gewisse Routine entwickelt.
Am 9. Juni 2009 um 19:18 Uhr
Von welchem Tuning-Shop oder besser Baumarkt (?!) bezieht ihr dazu eigentlich immer diese abenteuerlichen Fremdlichter (?..;o)