Monatsarchiv für Mai 2009

Wenn unsere Marketing-Kollegen Kunden fragen, an welchen Kriterien sie die Qualität eines Autos messen, findet sich ein simples „Plopp“ stets in der Spitzengruppe: Das Türschließgeräusch. Fast jeder hat die gleiche Erwartung: Es sollte nicht zu laut sein, sich dumpf und satt anhören und darf keine scheppernden oder nachklingenden Nebengeräusche haben. Was so eindeutig klingt, ist für uns Entwicklungsingenieure eine Herausforderung – und der erste Schritt ist der schwerste. Wir müssen diese Anforderungen in die Sprache der Physik übersetzen, denn eine zielgerichtete Entwicklung ist nur mit Hilfe von objektiv nachprüfbaren Messwerten erfolgreich.

Wir setzen ein Verfahren ein, das sich auf zwei Parameter – die Lautstärke und den Klang – konzentriert und dafür auf psychoakustische Größen wie „Loudness“ und „70% Frequency Limit“ zurückgreift. Beim Insignia haben wir diese Methode erfolgreich eingesetzt, und jetzt haben wir schöne Fortschritte bei der Entwicklung des neuen Astra erzielt – und das, obwohl wir mit dem aktuellen Modell durchaus nicht unzufrieden waren.

Türschließgeräusch Astra Lautstärkediagramm Türschließgeräusch Astra Klangdiagramm

Hier das Ganze für die Ohren:

Türschließgeräusch aktueller Astra typisch, Audio-Datei im .wav-Format:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Türschließgeräusch Status neuer Astra, Audio-Datei im .wav-Format:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Es wird unser Geheimnis bleiben, wie diese Verbesserungen zu erreichen sind. Aber etwas kann ich doch verraten: Es kommt insbesondere darauf an, den mechanischen Bewegungsablauf im Schloss für akustische Belange zu optimieren und die Abstrahlung des Schalls durch das Türblech zu reduzieren.

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Nach dem 1,6-Liter-Sauger hier noch ein Video von der Fahrt im neuen Astra mit 1.6 Turbobenziner. Die gefahrenen Geschwindigkeiten waren durchweg höher, dank der breiteren Reifen auch in den Kurven.

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Wie im vorigen Beitrag erwähnt, packte ich zum Abschluss der 99-Prozent-Fahrt auf unserem Testgelände in Pferdsfeld die Gelegenheit beim Schopf: Auf dem „heißen Sitz“ neben Chassis-Experte Michael Harder lernte ich den physikalischen Grenzbereich des Astra mit 1,6-Liter-Saugbenziner etwas näher kennen.

Für Michael, der Pferdsfeld wie seine Westentasche kennt, ist das alles nichts Besonderes. Der behält jederzeit die Kontrolle und achtet auch in Extremsituationen auf die fahrwerktechnischen Feinheiten. Ich fühlte mich jedenfalls an seiner Seite gut aufgehoben – sicher auch ein Verdienst des Astra.

Besonders viel Vertrauen war gefragt, als Michael bei Höchsttempo auf der Start- und Landebahn ein Ausweichmanöver simulierte.

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Dieser Tage absolvierte unser Ingenieurteam die so genannte 99-Prozent-Fahrt mit dem neuen Astra. Wie schon der Name erahnen lässt, werden dabei die Prototypen vor dem finalen Freigabe-Check quasi zum vorletzten Mal beurteilt. Mit im Testkonvoi waren dabei auch aktuelle Astra und Wettbewerber. So können wir im direkten Vergleich die Qualitäten unseres Neulings noch besser einordnen.

Jetzt im Anschluss stürzen sich die Entwicklungsgruppen auf die Erkenntnisse, die wir gewonnen haben. Alles Kleinigkeiten, die noch eines gewissen Feinschliffs bedürfen. Bei der abschließenden großen Erprobungsfahrt, sinnigerweise 100-Prozent-Fahrt genannt, sollte dann alles sitzen.

Absolutes Highlight und gleichzeitig programmgemäßer Schlusspunkt der 99-Prozent-Fahrt war die Fahrleistungs- und Handling-Prüfung auf unserem Testgelände in Pferdsfeld. Der ehemalige Militärflugplatz erlaubt Manöver, die wir auf öffentlichen Straßen niemals durchführen würden. Ich habe als Beifahrer die Videokamera mitlaufen lassen. Der Streifen wird im Mittelpunkt des nächsten Blog-Beitrags stehen.

Prototyp des neuen Opel Astra auf der 99-Prozent-Fahrt Prototyp des neuen Opel Astra auf der 99-Prozent-Fahrt

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Hier im Blog liegt der Schwerpunkt auf Technik – und das soll auch so bleiben. Aber als aufmerksamer Leser fiel mir auf, dass es immer wieder Kommentare und Fragen zum Thema Marketing und Werbung gibt. Ich will mich als Gast-Blogger bemühen, Antworten zu geben, denn das Feedback aus dem Blog ist uns wichtig. Mein Name ist Michael Hartwig, ich verantworte seit etwa einem Jahr den Bereich der Marketingkommunikation für Opel auf europäischer Ebene. Vorher war ich bei eBay und BMW.

Website des neuen Opel AstraDass der neue Astra eine so positive Resonanz bekommt, freut uns natürlich sehr. Jetzt ist es unsere Aufgabe, den Kunden die Stärken des Autos so spannend und attraktiv wie möglich zu vermitteln. Einen ersten Ausblick auf die bevorstehende Werbekampagne gibt es auf www.opel-astra.de. Dort finden sich jetzt neue Inhalte: Bilder, Animationen und Texte sowie die Möglichkeit, sich für einen Astra Newsletter zu registrieren. Viel Spaß damit.

Hier und hier übrigens ein paar Antworten auf Fragen und Feedback, die sich in den Kommentaren zum Blog ergeben haben.

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Grünes Hügelland irgendwo in Hessisch-Sibirien. Eine malerisch gewundene Nebenstraße. Rapsfelder, zarte Aprilsonne, weit und breit kein Mensch, geschweige denn einer mit Teleobjektiv. Also Decke runter vom Auto, nochmal poliert und los geht’s: Foto- und Videoproduktion mit dem neuen Astra.

Immer wieder ein spannender Moment, denn auch wenn schon einige spy shots kursieren, so wollen wir doch nur ungern mit dem ungetarnten Auto vor fremde Linsen geraten. Und auf abgesperrtem Gelände zu arbeiten, beispielsweise im Testzentrum Dudenhofen, wird auf Dauer langweilig und schränkt die Möglichkeiten stark ein. Während gut geplante Foto-Aktionen in der Einöde meist kein Problem sind, wird es im urbanen Umfeld schon schwieriger. Diesmal wagten wir uns im ersten Morgenlicht mit dem Astra auch noch in die schlafende Stadt – schnell durch, die wenigen Aufnahmen müssen sitzen, einen zweiten Durchgang verkneifen wir uns. Mal wieder gut gegangen…

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Kraftvolle Silhouette, elegante Proportionen: Das ist er, der neue Astra! Wenn heute die ersten offiziellen Pressefotos an die Redaktionen gehen, sei uns ein klein wenig Stolz gestattet. Der Moderator, der – neben seinem Blog-Leben – in jenem Team arbeitet, das unter anderem auch für die PR-Bilder zu sorgen hat, nutzt den Tag zum Durchatmen. Zum einen natürlich, weil wir mit den Aufnahmen zufrieden sind (ist ja keine Kunst bei so einem Auto, höre ich jetzt manche sagen), zum anderen aber auch, weil wir unseren Zeitplan einhalten konnten. Denn die Foto-Mannschaft wollte eine Produktion in Südeuropa auf alle Fälle vermeiden und hatte sich (zu Recht, wie wir jetzt wissen) auf gutes Aprilwetter in hiesigen Gefilden verlassen. Zum „Making Of“ soll es demnächst noch einen kleinen Blog-Beitrag geben.

Kraftvolle Silhouette, elegante Proportionen: Die ersten offiziellen Fotos des neuen Opel Astra Kraftvolle Silhouette, elegante Proportionen: Die ersten offiziellen Fotos des neuen Opel Astra
Kraftvolle Silhouette, elegante Proportionen: Die ersten offiziellen Fotos des neuen Opel Astra Kraftvolle Silhouette, elegante Proportionen: Die ersten offiziellen Fotos des neuen Opel Astra

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Über Designer kursieren ja viele Vorurteile: Ständig mit dem Zeichenstift hantieren (stimmt), schwarze Klamotten tragen (stimmt häufig), nie ohne iPod aus dem Haus gehen (stimmt manchmal) und sich verwegene Auto-Formen ausdenken, die weder realisier- noch bezahlbar sind (…).

Jetzt aber mal im Ernst: Ganz anders als viele wohl vermuten, ist Design keine „One Man Show“. Vielmehr führt nur das Zusammenspiel verschiedener Kompetenzbereiche zum Ziel. Designer, Modelleure und Ingenieure arbeiten von Beginn an Hand in Hand. Insbesondere die Integration unserer Techniker in die ganz frühe Schaffensphase zeigt, dass die Gestaltung von Automobilen Teamarbeit ist.

Gerade der neue Astra sollte viele teilweise widersprüchliche Anforderungen unter einen Hut bringen. Beispiel: Um ein breites Altersklassen- und Nutzerprofil-Spektrum abzudecken, war ein sportliches Erscheinungsbild ebenso gewünscht wie viel Raum für fünf Personen und Gepäck. Und natürlich galt es, die neuesten Fußgängerschutz-Bestimmungen zu berücksichtigen.

Raumausnutzung war also eins der wesentlichen Gebote. In diesem Sinne steckten die Leute um Lead Designer Marc van der Haegen ständig die Köpfe mit Engineering Coordinator Laszlo Kreth zusammen. Dabei stellte sich dann heraus, ob und wie sich bestimmte Design-Vorstellungen umsetzen beziehungsweise mit definierten funktionalen Anforderungen vereinbaren lassen.

Opel-Designteam neuer Astra Opel-Designteam neuer Astra Opel-Designteam neuer Astra

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