Monatsarchiv für April 2009

Michael Harder mit MuleAuf die von „didi“ gestellte Frage bezüglich Reifenabstimmung möchte ich gerne etwas näher eingehen: Die potenziellen Reifenpartner nominieren wir lange bevor überhaupt der erste Prototyp existiert. Von der Nominierung an werden die in Frage kommenden Produkte der verschiedenen Hersteller gemäß unseren Vorstellungen optimiert. In dieser Phase verwenden wir so genannte Mules. Diese optisch „alten“ Fahrzeuge kommen dem neuen Auto (fahrwerk)technisch schon so nahe wie möglich. Auf dieser bereits sehr soliden Erkenntnisbasis machen wir dann mit den Prototypen weiter.

In der Regel erstreckt sich der Optimierungsvorgang über drei bis vier Loops. Dabei stellen die Lieferanten jeweils mehrere Reifensätze mit leicht unterschiedlichen Spezifikationen zusammen, die wir erst auf trockener und dann auf nasser Fahrbahn überprüfen. Pro Loop kommen so mehrere hundert Pneus zusammen, die bewertet und selektiert werden müssen. Das ginge alles gar nicht ohne das ausgeprägte Know-how unseres Reifenexperten Wolfgang Körper. Der koordiniert die Testläufe und kennt die spezifischen Stärken und Schwächen der Kandidaten aus dem Effeff. Für den am besten beurteilten Satz pro nominiertem Hersteller geben wir schließlich die weitere Entwicklungsrichtung vor.

Daraus wird vielleicht ersichtlich, dass die Reifenabstimmung schon eine Wissenschaft für sich ist – weit jenseits von „Hauptsache schwarz und rund“.

Mule Vorderrad Reifenexperte Wolfgang Körper Mule Hinterrad

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Bei strahlendem Sonnenschein haben wir auf der Zuchteisfläche von Arjeplog die querdynamischen Qualitäten des neuen Astra bei Niedrigreibwert auf uns wirken lassen.

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Großglockner Downhill Driving 2 Hallo – hiermit meldet sich auch der Bereich Fahrzeugakustik im Astra-Blog zu Wort. Wir kümmern uns um das, was der Kunde im und am Fahrzeug zu hören bekommt. Dazu zählen der Sound des Motors und der Komponenten einzeln oder im Verbund ebenso wie Straßengeräusche.

Wir arbeiten typischerweise sehr eng mit anderen Entwicklungsbereichen zusammen. Angesichts der vielen Schnittpunkte – beispielsweise mit dem Design, mit den Fahrwerkspezialisten oder auch mit den Kollegen von Fahrleistung, Verbrauch und Abgas – haben wir einen ganz guten Überblick, wie die Dinge überall so stehen. Unsere große Herausforderung besteht darin, möglichst niemandem in die Parade zu fahren und gleichzeitig unsere strengen Vorgaben zu erfüllen. Konkrete Fälle werde ich hier bald erläutern.

Zu den ausgesprochen schönen Aspekten unserer Arbeit gehört, dass man sehr viel direkt am Auto zu tun hat. Testfahrten, die es erlauben, das neue Fahrzeug „live“ unter realistischen Fahrbedingungen zu erleben und zu bewerten, sind quasi unser täglich Brot. An der Großglockner-Tour nahmen alle Performance-Bereiche teil. Solche gemeinsamen Aktionen erleichtern natürlich die interdisziplinäre Abstimmung ungemein.

Großglockner Downhill Driving 1 Großglockner Downhill Driving 3

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Unsere Probanden nähern sich zusehends dem Serienstand. Für Beurteilungen, Tests und die Validierung greifen wir jetzt auf PPV-Fahrzeuge (pre-production vehicle) zurück. Die können sich schon richtig sehen lassen. So sind beispielsweise die Leuchten production-intent und machen echt was her.

Alex Regné Gläser An einem der vergangenen sonnigeren Tage ging’s auf Beurteilung in Richtung Rheingau. Der Reiz an dieser Route ist der bunte Mix aus Steigungen, Autobahn- und Stadtfahrt. Besonders auf den Überland-Abschnitten verloren wir unser Begleitfahrzeug, einen Serien-Astra 1.9 CDTI, ab und zu aus den Augen.

Mit von der Partie war ausnahmsweise Alex Regné Gläser – dem einen oder anderen vielleicht noch vom Insignia-Blog her bekannt…

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Michael HarderNachdem ich vergangene Woche schon ein Video vom Wintertest gezeigt habe, möchte ich mich nun vorstellen. Mein Name ist Michael Harder. Als Gruppenleiter Fahrdynamik gehöre ich zweifellos zu den Menschen, die den neuen Astra bisher am intensivsten gespürt haben.

Wer ein gutes Fahrwerk schaffen möchte, darf nicht die vielen tollen Einzel-Features isoliert betrachten und entwickeln. Es geht vielmehr darum, die Komponenten sorgsam und schrittweise aufeinander abzustimmen, so dass am Ende ein harmonischer, funktionaler Verbund entsteht. Aller Vorausplanung zum Trotz kann es so auch schon mal vorkommen, dass das Fahrzeug den Rhythmus bzw. die Reihenfolge der Aufgaben bestimmt.

Für die Entwicklung jeder Komponente und deren Systemintegration sind in meinem Team einer oder mehrere Experten zuständig. Deren Arbeit möchte ich hier nach und nach im Astra-Blog vorstellen.

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Auf der Landstraße von Arvidsjaur zur Zuchteisfläche von Arjeplog, wo wir unsere Wintertests durchführen, mischte sich ein schwedischer Kombi in den Astra-Konvoi. Zwar haben die Erlkönigjäger dieser Tage in Nordschweden Hochkonjunktur, aber hier waren es unsere Leute, die im Leihwagen mit der Videokamera hantierten. Den dabei entstandenen Film können wir jetzt zeigen. Übrigens: Der Elchtest-Elch machte gerade Pause.

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Uwe Müller im Design-Center „Was gibt’s für Dich als Designer denn groß zu erzählen? Die Form des neuen Astra steht doch schon fest.“ Kollegen, die mich auf meine neue und noch ungewohnte Nebenbeschäftigung als Blogger ansprechen, haben sicherlich Recht. Die Arbeit des Designteams, die vielen Stunden mit Zeichnungen und das Modellieren in Plastilin liegen hinter uns – darüber werde ich noch berichten.

Aber die aktuelle Aufgabe ist nicht minder wichtig: Damit der Astra auch so produziert werden kann, wie wir Designer uns das vorstellen, gilt es, gemeinsam mit den Fertigungsspezialisten und Zulieferern an der konkreten Umsetzung zu arbeiten.

Schließlich soll das neue Fahrzeug in Top-Qualität – wir Designer haben hier vor allem die Anmutung im Auge – auf die Straße kommen. Das „Fit und Finish“ der einzelnen Komponenten und die Passungen von Leuchten und Karosserieteilen stehen im Mittelpunkt. Wir haben beim Insignia bereits wahnsinnige Fortschritte gemacht und der neue Astra wird dem in nichts nachstehen.

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